Anmerkungen 1 Die Arbeit basiert auf den Daten der Eurobarometer-Befragung 78 vom Herbst 2012. Nach dem Abschluss dieser Arbeit wurden die ersten Ergebnisse der Frühjahrsbefra- gung 2013 veröffentlicht; die bisher vorliegenden Daten bestätigen die Ergebnisse die- ser Arbeit vollinhaltlich. Der Autor dank A. Guger und den Teilnehmern des Seminars wifo-intern für wertvolle Anregungen. Die Verantwortung liegt selbstverständlich beim Autor. 2 Fernández-Dols und Ruiz-Belda (1990). 3 Oswald (1997) 1823ff; Koivumaa et al. (2001). 4 Shedler el al. (1993). 5 Sandvik et al. (1993). 6 Di Tella et al. (2003) 812. 7 Di Tella und MacCulloch (2004) 19. 8 Diener et al. (1999) 289. 9 Helliwell (2002) 13. 10 Kasser und Ryan (2001). 11 Fordyce (1988); Donovan und Halpern (2002); Di Tella und Mac Culloch (2004). 12 Ehrhardt et al. (2000). 13 Freeman (1998); Clark et al. (2008) 119ff. 14 Die abweichende Entwicklung in Deutschland relativiert den relativ geringen Rückgang der Lebenszufriedenheit im Aggregat EU27, da Deutschland mit einem Gewicht von etwa einem Fünftel (Anteil an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter) eingeht. 15 Die ersten Ergebnisse des Eurobarometer 79 vom Frühjahr 2013 bestätigen diese Ergebnisse weitestgehend: Erwartungsgemäß hat die Besorgnis über Arbeitslosigkeit überall zugenommen, über Wirtschaftslage und Inflation (außer in Österreich) hingegen abgenommen. Sogar die Staatsschulden werden weniger als Problem gesehen als zuvor; außer in Deutschland werden sie nur noch in Griechenland und Malta an erster oder zweiter Stelle genannt. 16 Zwangsläufig kann es dabei allerdings bloß um Größenordnungen gehen, und zwar aus drei Gründen: Erstens sind bloß dichotome Faktoren wie Scheidung oder Verlust des Arbeitsplatzes klar zu definieren, keineswegs jedoch qualitative wie Gesundheit, Ein- kommensverteilung, Vertrauen oder Partizipation. Zweitens sind die Daten meist hoch korreliert, sodass Koeffizienten und Kausalitäten nicht unbedingt verlässlich sind. Und drittens müssen die Bestimmungsgründe zwecks Vergleichbarkeit im Allgemeinen in Einkommensäquivalente umgerechnet werden, was schon generell unscharf ist, erst recht jedoch, wenn das Einkommen keineswegs zu den wichtigsten Bestimmungsgrün- den der Lebenszufriedenheit zählt. 17 Blanchflower und Oswald (2004a) 12. 18 Oswald (1997) 1827; Clark und Oswald (2002); Helliwell (2002). 19 Becchetti et al. (2008) 343. 20 Alesina et al. (2001) Tab. 2.2. 401/2% der europäischen Arbeitslosen sind unzufrieden (gegen 191/2% der Gesamtbevölkerung), bloß 15% (gegen 261/2%) sind sehr zufrieden. Der durchschnittliche amerikanische Arbeitslose erreicht bloß 54% der üblichen Lebenszufriedenheit; Di Tella et al. (2003) 811. 21 Uhde (2010) 425. 22 Donovan und Halpern (2002) 10; Layard (2003) lecture 1; Frey und Stutzer (2002) 423. In letzter Zeit stellten Stevenson and Wolfers (2008), Deaton (2008, S. 57) und Sacks et al. (2010) diese traditionelle Ansicht allerdings in Frage und belegten einen Zufrieden- heits-steigernden Einfluss von Einkommenszuwächsen auch für wohlhabende Länder und Personen. 339 39. Jahrgang (2013), Heft 3 Wirtschaft und Gesellschaft