satz zu makroökonomischen und Arbeitsmarktvariablen adressiert, wobei die Daten in Kapitel 3 noch genauer behandelt werden. Zweitens nützen wir Daten über einen längeren aktuellen Zeitraum (1985-2013) als die meisten vorangegangenen Studien. Zudem ist die untersuchte OECD- Ländergruppe größer als in den meisten anderen Studien (siehe Tabel- le 1). Drittens stellen wir Regressionsergebnisse für mehrere Arbeitslosig- keits-Zielvariablen bereit: a) basierend auf jährlichen Daten für Arbeitslo- senquoten; b) mittels Fünfjahres-Durchschnitten dieser Arbeitslosigkeits- daten; sowie c) für NAIRU-Schätzungen der OECD, die regelmäßig als Näherungsgröße für „strukturelle Arbeitslosigkeit“ verwendet werden.18 Dadurch ist es uns möglich, vielfältige ökonometrische Evidenz zu erzie- len, die valide statistische Rückschlüsse erlaubt. Viertens präsentieren wir eine Vielzahl an Robustheitstests, indem wir die Wichtigkeit von Interak- tionstermen, Lag-Spezifikationen sowie Variationen in Zeitperiode und Ländergruppe untersuchen. 3. Daten zu Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarktinstitutionen und makroökonomischen Variablen Der in dieser Studie verwendete Datensatz für die panel-ökonometri- sche Untersuchung zu den Determinanten von Arbeitslosigkeit umfasst 23 OECD-Länder über den Zeitraum 1985-2013 (AUS, A, B, CAN, CZ, DK, FIN, F, D, H, IRL, I, J, L, NL, NZ, N, P, E, S, CH, GB, USA). Tabelle 2 be- schreibt die Details zu den Variablen, die im Datensatz enthalten sind. Die Daten zu institutionellen Arbeitsmarktindikatoren (kurz: AMI) bestehen aus sechs standardmäßigen Arbeitsmarktvariablen, die allesamt von der OECD erhoben wurden: Arbeitsschutzbestimmungen, Ausgaben für akti- ve Arbeitsmarktpolitik,19 gewerkschaftlicher Organisationsgrad, Ersatzra- te bei Arbeitslosenunterstützung, Steuerkeil und Mindestlohn. Zusätzlich berücksichtigen wir mehrere Variablen, die alternative Erklärungen zur Bestimmung von („struktureller“) Arbeitslosigkeit abbilden. Erstens ver- wenden wir einen Indikator, der Veränderungen im Kapitalstock abbildet. Diese Variable nennen wir Kapitalakkumulation; sie ist definiert als Ver- hältnis von realen Bruttoanlageinvestitionen zu realem Nettokapitalstock. Zweitens inkludieren wir das jährliche Wachstum in der Totalen Faktorpro- duktivität. Dabei sind wir uns der Limitationen und Probleme von Schät- zungen zur Totalen Faktorproduktivität als Maß für Produktivitätsfortschritt bewusst.20 Wir inkludieren dennoch diese Variable, weil a) weite Teile der Mainstream-Literatur darauf zurückgreifen und wir b) möglichst wenig von diesen Mainstream-Spezifikationen abweichen wollen, um ökonometri- sche Tests durchführen zu können, die auf eine Beantwortung der Frage abzielen, ob die laut Mainstream-Theorie erwarteten Zusammenhänge mit 19 45. Jahrgang (2019), Heft 1 Wirtschaft und Gesellschaft