Seite 16 alternative Parkmöglichkeiten in nicht bewirtschafteten Gebieten, was wiederum mit längeren Fahrten bzw. längerem Parkplatzsuchen verbunden wäre. ? Räumliche Verlagerung des Parkplatzproblems Die in die Diskussion eingebrachte punktuelle Parkraumbewirtschaftung (in der Umge- bung von Haltestellen des hochrangigen ÖV am Stadtrand) führt (ohne Begleitmaß- nahmen) mit hoher Wahrscheinlichkeit nur zu einem Ausweichen auf benachbarte Hal- testellen und einer damit verbundenen räumlichen Verlagerung des Parkplatzproblems. Dieser Verlagerung müsste künftig eventuell mit weiteren, schrittweisen Ausdehnungen der bewirtschafteten Gebiete begegnet werden, was nach und nach zu relativ komple- xen und intransparenten Bestimmungen führen könnte. Die Maßnahme einer punktuel- len Bewirtschaftung in Form von „Insellösungen“ um wichtige ÖV-Haltestellen ist daher aus fachlicher Sicht eher kritisch zu bewerten. ? Komplexe Regelungen und mangelnde Transparenz Eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung, insbesondere in Form von unterschied- lichen Denkansätzen bzw. Varianten, wie sie derzeit diskutiert werden, würde zu einer Situation führen, in der die verschiedenen gültigen Regelungen relativ komplex und in Summe schwer überschaubar wären. Aus Kundensicht wäre dadurch eine mangelnde Transparenz bzw. ein unverhältnismäßig hoher Informationsbedarf gegeben. In Anbetracht der großen Tragweite der geplanten Ausdehnung der Parkraumbewirtschaf- tung und der großen Zahl an unmittelbar betroffenen PendlerInnen sind im Falle einer Um- setzung der vorliegenden Pläne jedenfalls geeignete Begleitmaßnahmen zur Abfederung der entsprechenden Auswirkungen vorzusehen. Das folgende Kapitel 4 widmet sich einer Darstellung von wesentlichen Schlussfolgerungen, die aus der vorliegenden Untersuchung zu ziehen sind, und einer Auflistung von Empfeh- lungen für Maßnahmen, die zur Abfederung von negativen Auswirkungen für PendlerInnen geeignet scheinen.