Seite 19 Ostregion anzustreben, um PendlerInnen bereits weiter außerhalb zum Umsteigen auf den ÖV zu bewegen. o Keine direkte ÖV-Anbindung zum gewünschten Ziel: Auch wenn die P+R Anlagen durchwegs eine Anbindung an eine Linie des höherrangigen öffentlichen Verkehrs aufweisen, ist nicht immer eine direkte Verbindung zum gewünschten Zielort gege- ben. Wenn Umsteigevorgänge erforderlich sind, sinkt in der Regel die Inanspruch- nahme des ÖV deutlich. o Sicherheitsgefühl und weite Wege: In Bezug auf die Sicherheit (vor allem bei Dun- kelheit) konnte mit Maßnahmen wie der Einführung von Damenparkplätzen und besserer Beleuchtung bereits eine Verbesserung der Situation erreicht werden, dennoch besteht bei manchen potenziellen NutzerInnen in großen Parkgaragen ein subjektives Unsicherheitsgefühl. Zudem werden Wege innerhalb von P+R An- lagen und/oder von ÖV-Haltestellen von manchen potenziellen NutzerInnen als zu weit empfunden. o Keine attraktiven Kombi-Tickets: Es fehlen ausreichend günstige Kombi-Tickets, die auch die Fahrt auf innerstädtischen öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglichen. Zwar gibt es Ermäßigungen für Zeitkartenbesitzer, nicht jedoch für Tagesparker. Dazu kommt, dass diese bestehenden Ermäßigungen lediglich eine Ersparnis von ca. 8% gegenüber dem Normaltarif bringen und damit kaum attraktiv sind (konkret: € 12,50 statt € 14,80 für ein Wochenticket, € 46,80 statt € 55,-- für ein Monatsticket oder € 468,-- statt € 550,-- für ein Jahres- ticket). ? Generell mangelnde Attraktivität des ÖV, vor allem außerhalb des Wiener Stadt- gebiets o Das ÖV-Angebot außerhalb des Wiener Stadtgebiets ist in vielen Fällen nicht aus- reichend attraktiv. Insbesondere lange Intervalle und ungünstige bzw. schlecht aufeinander abgestimmte Umsteigeverbindungen stehen einer verstärkten Nut- zung des Öffentlichen Verkehrs entgegen. o Außerhalb der Hauptverkehrszeiten (z.B. nach 19 Uhr oder in den frühen Morgen- stunden) nimmt das ÖV-Angebot deutlich ab. Viele Verbindungen werden abends nur mehr sehr spärlich oder gar nicht bedient, wodurch der ÖV für PendlerInnen, die länger arbeiten, keine Alternative darstellt. Ebenso ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für Arbeitnehmer, die bereits vor Beginn der gewöhnlichen Be- triebszeiten (z.B. um 4 Uhr früh) ihren Dienst antreten, kaum möglich. o Je nach genutzten Verkehrsverbundzonen steigen die ÖV-Fahrpreise sprunghaft an. Dazu kommen teils unattraktive Intervalle bzw. Umsteignotwendigkeiten, die oft