Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen - 119 - Abbildung 4.4 gibt einen Überblick über die Verteilung der verordneten Heilmittel über die Altersgruppen und steht damit immer in Zusammenhang mit der Anzahl der Personen in der jeweiligen Altersgruppe. Am wenigste Heilmittel werden an Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren verschrieben. An junge Erwachsene im Alter von 20 bis 24 Jahren werden etwas mehr Verordnungen gegeben, ähnlich wie an Kleinkinder. Bei Erwachsenen liegen die meisten Verordnungen bei höheren Altersklassen insbesondere in der Gruppe der 65- bis 69-Jährigen. In der Altersgruppe der 80-84- Jährigen sinkt die Anzahl der Verschreibungen wieder. Diese altersguppenspezifische Verteilung ist vor allem demographiebedingt: Der hohe Anteil an Heilmittel in der Altersgruppe der 65-bis 69-Jährigen ist durch die hohe Anzahl der Menschen in dieser Altersgruppe verursacht. In dieser Altersgruppe befinden sich die geburtenstarken Jahrgänge 1941 bis 1943. Abbildung 4.4: Verteilung der verordneten Heilmittel nach Altersgruppen in Österreich 2009 0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0 0-4 5-9 10 -14 15 -19 20 -24 25 -29 30 -34 35 -39 40 -44 45 -49 50 -54 55 -59 60 -64 65 -69 70 -74 75 -79 80 -84 85 -89 90 -94 95 + in % al ler V er sc hr eib un ge n Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. Der demografieunabhängige Indikator „Heilmittelverschreibungen pro Kopf“ zeigt ein differenzierteres Bild (siehe Abbildung 4.5). Die Verordnungen pro Kopf liegen in den ersten vier Lebensjahren hoch, sinken danach ab und steigen kontinuierlich an. In der Altersgruppe der 85- bis 94-Jährigen liegt ein annähernd konstant bleibender Heilmittelverbrauch pro Kopf vor, dieser steigt in der Altersgruppe der über 95-Jährigen noch einmal kräftig an.