Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen - 124 - Übersicht 4.11: Durchschnittliche Anzahl von Heilmittelpackungen je Beschäftigtem nach Alter und sozialrechtlichem Status, 2008 15 -19 20 -24 25 -29 30 -34 35 -39 40 -44 45 -49 50 -54 55 -59 60 -64 Frauen Arbeiterinnen Heilmittel 3,8 4,6 6,2 6,9 6,6 7,0 8,6 11,7 16,5 13,8 Psychoph. 0,1 0,3 0,4 0,7 0,7 0,8 0,9 1,0 1,3 0,7 Männer Arbeiter Heilmittel 2,3 2,3 2,5 3,1 3,7 4,5 6,0 8,7 12,2 15,2 Psychoph. 0,1 0,1 0,2 0,2 0,3 0,3 0,4 0,5 0,6 0,7 Frauen Angestellte Heilmittel 3,6 3,9 4,7 5,3 4,9 5,0 6,3 8,8 12,6 11,6 Psychoph. 0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 0,5 0,6 0,8 0,9 0,5 Männer Angestellte Heilmittel 3,3 2,5 2,4 2,6 3,0 3,6 5,1 7,4 10,7 14,6 Psychoph. 0,1 0,1 0,2 0,2 0,2 0,2 0,3 0,4 0,4 0,4 Quelle: HV-INDIDV, OOEGKK, WIFO-Berechnungen. 4.2.2.2 Dynamik der Psychopharmaka-Verordnungen Wie im vorigen Abschnitt festgehalten, liegt der Heilmittelverbrauch insgesamt und der Psychopharmakaverbrauch der unselbständig beschäftigten Frauen höher als der Verbrauch bei den Männern. Ein Vergleich des Verbrauchs des Jahres 2005 mit 2008 zeigt eine insgesamt hohe Dynamik, also eine eindeutige Zunahme der Heilmittel bei Frauen und etwas stärker noch bei Männern. Die Zahl der Heilmittelverordnungen insgesamt reduzierte sich nur bei jungen Frauen in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen, bei den Männern ist mit +18% ein deutlicher Anstieg bis zur Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen zu verzeichnen, die Zunahme ist auch bis zur Beschäftigungsbeendigung höher als bei Frauen. Deutlich stärker sind die Zuwächse von verordneten Psychopharmaka an unselbständig Beschäftigte und hier wiederum deutlich mehr bei Männern – ausgehend von einem niedrigeren Niveau – als bei Frauen. Insgesamt trägt die Zunahme der Psychopharmaka-Verschreibungen deutlich zur Zunahme der verordneten Heilmittel insgesamt bei.