Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen - 158 - A. Anhang A. I Verwendete Daten A.I. I European Survey on Working Conditions Die dieser Auswertung zugrunde liegenden Daten, die zu einem europäischen Vergleich von psychischen und psychosozialen Arbeitsplatzbelastungs- und Entlastungsfaktoren herangezogen werden, sind dem vierten „European Working Conditions Survey“ (EWCS) entnommen. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2005 und bilden die Einschätzungen der arbeitenden Bevölkerung in der europäischen Union zu Arbeitsplatzbedingungen und gesundheitlichen Beschwerden ab. Die Befragung findet anhand eines standardisierten Fragebogens in der jeweiligen Landessprache statt. Die Bewertung der Repräsentativität der Stichprobe erfolgt mittels Vergleich mit den jeweiligen nationalen Arbeitskräfteerhebungen. Die Verteilung der demografischen Variablen Region, Alter und Geschlecht, Berufsgruppe sowie Sektor der Stichprobe des EWCS wurden mit der Stichprobe der Arbeitskräfteerhebung verglichen; etwaige signifikante Abweichungen dieser fünf Merkmale der EWCS- von der Stichprobe der Arbeitskräfteerhebung aufgrund von Erfassungs- und Non-Response Problemen, werden mittels Gewichtung angepasst (Eurofound 2007). Für Österreich stehen 1009 Personen zur Verfügung. Bei einer Eingrenzung auf unselbständig Beschäftigte zwischen 15 und 64 Jahren reduziert sich die österreichische Stichprobe auf 842 Individuen, in Deutschland auf 909, in Dänemark auf 901 und für die EU15 auf 12.240 Individuen. Die Eingrenzung des Alters wurde vorgenommen, da unterschiedliche Altersgrenzen am unteren und oberen Rand der Altersverteilung von den beteiligten Ländern im Rahmen der Befragung der Berufstätigen gesetzt wurden (Eurofound 2007). Analog zur Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die bei den Arbeitskräfteerhebungen Anwendung findet, gelten im EWCS Personen als berufstätig, wenn diese für mindestens eine Stunde jegliche Arbeit gegen Bezahlung innerhalb des Referenzzeitraums verrichtet haben. Selbständige wurden von der gegenwärtigen Betrachtung ausgenommen, da ihre Arbeitsplatzbedingungen – insbesondere psychische und psychosoziale – oft nicht mit denen von unselbständig Beschäftigten konform sind. Übersicht A.1: Bildung des Anforderungs-Kontroll Index im European Working Conditions Survey Anforderungen (Intensität) Hohes Arbeitstempo: Frage: „Wie häufig beinhaltet Ihre Arbeit ein hohes Arbeitstempo?“ Antwortmöglichkeiten: „die ganze Zeit“ oder „fast die ganze Zeit“ (=1), „ungefähr drei Viertel der Zeit“(=0,75), „ungefähr die Hälfte der Zeit“(=0,5), „ungefähr ein Viertel der Zeit“(=0,25), „fast nie“ oder „nie“(=0). Termindruck: Frage: „Wie häufig beinhaltet Ihre Arbeit arbeiten unter Termindruck?“ Antwortmöglichkeiten: „die ganze Zeit“ oder „fast die ganze Zeit“ (=1), „ungefähr drei Viertel der Zeit“(=0,75), „ungefähr die Hälfte der Zeit“(=0,5), „ungefähr ein Viertel der Zeit“(=0,25), „fast nie“ oder „nie“(=0). Zeitdruck: Frage: „Sie haben genug Zeit, Ihre Arbeit zu erledigen?“ Antwortmöglichkeiten: „fast nie“ (=1), „selten“(=0,75), „manchmal“(=0,5), „häufig“(=0,25) oder „fast immer“(=0). Anforderungen (Intensität)-Index: Die Indikatoren „Hohes Arbeitstempo“, „Termindruck“ und „Zeitdruck“ wurden aufaddiert und durch drei geteilt; somit erhalten alle drei Indikatoren das gleiche