Verkehr in der Stadt ARBEITERKAMMER WIEN 23 Hinsichtlich der Förderung des FußgängerInnenverkehrs sind bewusstseinsbildende Maßnahmen kurze Wege und kurze Gehzeiten zu nennen. Beim Radverkehr ist neben Imagekampagnen vor allem für sichere Abstellanlagen und die Bevorrangung hochrangiger Radwegverbindungen gegenüber dem Querverkehr zu sorgen. 4.2.5 Markus Schuster – Herry Consult Die Mobilitätsmerkmale sind am Arbeitsweg gegenüber den anderen Wegen unterschiedlich. Der Ansatz des Mobilitätsmanagements ist, Einstellungen zu ändern und nicht das Verhalten. Demnach sind Handlungsfelder zu nennen die bis zum Überdenken der Logistik oder des Beschaffungswesens reichen können. Im Bereich Radverkehr können Betriebe gute Voraussetzungen schaffen: ? Überdachte, diebstahlsichere Abstellanlagen ? Dusch- und Umkleidemöglichkeiten ? Werkzeug-Grundsets ? Diensträder ? Aktionen wie Fahrradservice-Wochen ? Betriebliche Förderung einer Raddiebstahlversicherung Aber auch beim Fußgängerverkehr können Fußwege attraktiviert und Umwege vermieden werden. Beschilderungs- und Wegweisungssysteme sind ebenfalls ein wichtiger Baustein. Betrieben in Österreich wird mittlerweile ein „Mobilitätsmanagement“ als Serviceleistung angeboten. Die Einsparungspotentiale sind auch schon anhand österreichischer Praxisbeispiele festzustellen. 4.3 Zusammenfassung der diskutierten Themen Parkplätze, Sammelgaragen: 1/3 der Garagenplätze, die unterirdisch geschaffen werden, müssen an der Oberfläche entfernt werden. Dies kommt dem nicht motorisierten Verkehr zu Gute Innerstädtischer Güterverkehr auf Schiene zur Verringerung des LKW Verkehrs: Forschungsprojekt „Güter-Bim“ der Wiener Linien Vorgezogene Haltestellencaps, Gehsteigbreiten, Schrägparken auf Gehsteig: in diesem Bereich wurde in den letzten Jahren in Wien viel unternommen, und auch viele Schrägparkplätze in Längsparker umgewandelt. Gleiches gilt für Gehsteigvorziehungen und – absenkungen. Fahrradabstellanlagen im privaten Raum: Die Nutzung von leerstehenden Geschäftslokalen im Erdgeschoßbereich (Pilotversuch im 6. Bezirk) birgt enormes Potential. Fortschritte in der Wiener Bauordnung sind festzustellen, aber darüberhinausgehende ist die Verankerung von Radabstellanlagen in privaten Wohnhäusern notwendig wie z.B. in der Bauordnung Oberösterreich. Radstation Hauptbahnhof: konkrete Planungen (1 große Radstation und 2 kleinere Radgaragen) laufen. Es wurden bereits Fördergelder lukriert. Weiterer Ausbau City bike in Wien: zum Unterschied von z.B. Paris werden die Standorte nicht über Werbung finanziert, sondern die Stadt bzw. die Bezirke müssen dafür zahlen.