G R U N D Q U A L I F I K A T I O N U N D W E I T E R B I L D U N G A r b e i t e r k a m m e r W i e n 9 5 Tabelle 39 Gruppen der subjektiven Informiertheit und Art der Informationsquelle Sehr gut bis gut informiert Mittelmäßig informiert Kaum bis gar nicht informiert Häufigkeit Prozent Häufigkeit Prozent Häufigkeit Prozent Arbeitgeber 64 34,4 47 29,4 21 32,3 Arbeiterkammer 18 9,7 20 12,5 7 10,8 Gewerkschaft 22 11,8 18 11,3 3 4,6 Betriebsrat 37 19,9 47 29,4 13 20,0 andere 45 24,2 28 17,5 21 32,3 N = 186 100,0 160 100,0 65 100,0 4.7.4 Art der Informationsquelle und objektiver Wissensstand Die Vorgehensweise der Auswertungen erfolgte analog zum obigen Kapitel zum subjekti- ven Wissensstand. Insgesamt zeigten sich in den Antworten zu den Fragen zum Gültig- keitszeitraum des Fahrerqualifizierungsnachweises und der Dauer Weiterbildung keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf die einzelnen Informationsquellen. Das bedeutet, die Art der Informationsquelle hatte keinen systematischen Einfluss darauf, wie richtig oder falsch jemand antwortete. 4.7.5 Fazit – Empfehlungen In den Auswertungen zur Zahl der Informationsquellen zeigte sich, je mehr unterschiedli- che Informationsquellen, umso besser fühlten sich die LenkerInnen informiert und umso besser wussten sie auch tatsächlich Bescheid. Hinsichtlich der Art der Informationsquelle, also ob die LenkerInnen durch ArbeitgeberInnen, Interessensvertretungen oder Betriebsrä- tInnen vor Ort informiert worden waren, konnten keine Unterschiede gefunden werden. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass es nicht ausreicht, wenn ein einzelner Infokanal (zB die Gewerkschaft oder der BetriebsrätInnen im Unternehmen) seine Infotätigkeit erhöht. Notwendig ist, dass alle beteiligten AkteurInnen – auch die ArbeitgeberIn – einerseits ihr Infoangebot verbessern und andererseits insofern aufeinander abstimmen, als es Wider- sprüche zu vermeiden gilt, um Unsicherheiten – etwa über Ausbildungsdauer – aus dem Weg zu räumen. Das bedeutet, dass die Informationen konsistent sein müssen, denn wi- dersprüchliche Aussagen führen zu noch mehr Unsicherheit, welche Regelungen nun tat- sächlich gelten.