wien.arbeiterkammer.at D I E V E R T E I L U N G V O N V E R M Ö G E N I N Ö S T E R R E I C H | 9 Hintergrundinformationen zur Vermögenserhebung liegt somit international bei Vermögen, anders als bei Einkommen, nach den bisherigen Daten bei weitem nicht am unteren Ende der Ungleichheitsska- la. Der Gini-Koeffizient der österrei- chischen Vermögensungleichheit ist durchaus mit dem US-amerikanischen vergleichbar. HINTERGRUNDINFORMATIONEN ZUR VERMÖGENSERHEBUNG HäUFIG GESTELLTE FRAGEN ZUR VERMÖGENSERHEBUNG 1. Wie wird das Gesamtver mögen errechnet? Zur Berechnung des Gesamt-vermögens werden das Sachver-mögen (Immobilien, Fahrzeuge, Wert gegenstände und Unternehmens- beteiligungen) und das Finanzvermögen (Einlagen, Bausparverträge, Versicherun- gen, Wertpapiere, etc.) addiert, um das Bruttovermögen zu erhalten (siehe Grafik 7). Zieht man davon die Verschuldung ab, erhält man das Nettovermögen. Tabelle 2. Vergleich ausgewählter Vermö­ gensdaten Quellen: HFCS Austria 2010, OeNB; SCF 2007, FED; SHIW 2010, BdI Grafik 7. Zusammen­ setzung des Vermögens im HFCS Quelle: HFCS Austria 2010, OeNB Gini-Koeffizient Anteil ärmste 50% Vermögen/BIP USA (2007) 0,81 2,5% 4,6 Österreich (2010) 0,76 4% 3,5 Italien (2010) 0,62 9,5% 5,6 Aktiva Passiva Bruttovermögen Verschuldung h a u s h a l t s b i l a n z Sachvermögen: Hauptwohnsitz, weitere Immobilien, Unterneh- menseigentum, Fahrzeu- ge, Wertgegenstände Finanzvermögen: Girokonten, Spareinlagen, Bausparverträge, Lebensversicherungen, Investmentfonds, festverzinste Wertpapiere, Aktien, Geldschulden gegenüber dem Haushalt, etc Besicherte Verschuldung: mit Hauptwohnsitz oder weiteren Immobilien besichert Unbesicherte Verschul­ dung: Überziehungskredit, Kreditkartenschulden, sonstige + Bruttovermögen minus Verschuldung n e t t O V e r m ö G e n