- Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen – Ländervergleich Mag. Gerald Klec 2/20 Studie im Auftrag der AK-Wien Dänemark Kapitaldeckung (extern) / Finanzierung aus Cashflow (Direktzusagen) Betriebspensionen sind in Dänemark generell aus den Betrieben ausgelagert und kapitalgedeckt (Abwicklung über Versicherungsunternehmen oder Pensionsfonds). Direktzusagen sind nicht erlaubt. Beitragszusage (DC- Defined Contribution) Leistungszusage (DB - Defined Benefit) Es handelt sich um DC-Modelle – kombiniert mit DB- Elementen (System der Kollektivversicherung mit garantierter Mindestleistung) Im Regelfall ist die Alterspension eine aufgeschobene Annuität, die Verrentung der jährlichen Beiträge erfolgt laufend (nicht erst bei Übertritt in die Pension). Vereinzelt gibt es auch Beitragszusagen ohne garantierte Mindestleistung. Kapitalmarktrisiko / Garantien Das System der aufgeschobenen Annuitäten führt zu einer garantierten Mindestleistung mit impliziter Mindestverzinsung. Das Ausmaß der Garantieleistung ist abhängig von der Höhe der bezahlten Beiträge, von versicherungsmathematischen Parametern (Lebenserwartung) und vom garantierten Ertrag (angewandter Diskontsatz). Die garantierte Mindestleistung kann auch bei schlechten Ertragsjahren nicht unterschritten werden. Die Haftung für die Garantieleistung tragen die Vorsorgeeinrichtungen. Das Risiko für diese Einrichtungen wird allerdings durch die strengen Anforderungen (Solvabilitätskriterien, Belastungstests) der Regulierungsbehörde minimiert. Die Anwartschafts- und Leistungsberechtigten tragen insofern ein Kapitalmarktrisiko als die Höhe der Gewinnzuteilung von den erzielten Ergebnissen abhängt (effektiver Kapitalertrag, versicherungstechnisches Ergebnis). Bei schlechten Ergebnissen werden die Pensionen unter Umständen nicht valorisiert, was zu einer relativen Entwertung führen kann. Die Arbeitgeber tragen neben der Entrichtung der Beiträge keine weiteren Verpflichtungen.