- Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen – Ländervergleich Mag. Gerald Klec 7/20 Studie im Auftrag der AK-Wien Niederlande Kapitaldeckung (extern) / Finanzierung aus Cashflow (Direktzusagen) Betriebspensionen sind in den Niederlanden generell aus den Betrieben ausgelagert, Kapitaldeckung ist gesetzlich vorgeschrieben. Direktzusagen sind nicht erlaubt. Beitragszusage (DC- Defined Contribution) Leistungszusage (DB – Defined Benefit) Der bei weitem überwiegende Teil der Betriebspensionszusagen sind Zusagen mit definierter Pensionsleistung (Leistungszusagen). Die Anzahl von Defined Contribution Zusagen ist in den letzten Jahren etwas angestiegen, liegt allerdings mit 6 % (2005) nach wie vor sehr niedrig. Kapitalmarktrisiko / Garantien In den DB- Plänen wird die Finanzierung der Leistungszusagen durch variable Beitragssätze gewährleistet. Die Finanzierungsverantwortung liegt im Wesentlichen bei den Arbeitgebern (In der Regel entfallen rund 75% der Beiträge auf die Arbeitgeber, 25 % auf die Arbeitnehmer). In den letzten Jahren wurde neben den variablen Beitragssätzen auch eine variable Indexierung installiert (siehe unten). Das Risiko schlechter Ergebnisse in den Fonds trifft nun - über entsprechend niedrige Anpassungen - in gewissem Ausmaß auch die Anwartschafts- und Leistungsberechtigten. In den (seltenen) Defined Contribution Plänen liegt das volle Kapitalmarktrisiko bei den Anwartschafts- und Leistungsberechtigten. Die strenge Aufsicht soll in den Niederlanden gewährleisten, dass die Ansprüche der Begünstigten durch Kapital gedeckt sind. Zur Begrenzung der Kapitalmarktrisiken wird von der Aufsicht verlangt, dass die Pensionsfonds Reserven (Buffers) aufbauen. Nach den Kapitalmarkteinbrüchen in den Jahren 2001/2002 waren die vorher in vielen Fällen sehr hohen Reserven allerdings weitgehend aufgebraucht. Langlebigkeitsrisiko In den DB-Modellen wird das Langlebigkeitsrisiko vom Kollektiv getragen (Anhebung der Beitragssätze oder – neuerdings auch – gedämpfte Indexierung). Pensionsberechnung Zentrale Bestimmungsgrößen für die Pensionsberechnung sind die Höhe des versicherten Einkommens (früher zumeist Letztbezug, nunmehr in vielen Fällen das Einkommen im gesamten