„Also, ich würde das zu einer verpflichtenden Schulveranstaltung machen, wenn ich könnte!“ Seite 5 Die Bewerbungstrainings von Arbeitswelt und Schule 1 Die Institution Arbeiterkammer in den Bewerbungstrainings Die Arbeiterkammer wird im Training von den TrainerInnen als Auftraggeber genannt. Das Logo der AK Wien (und teilweise gemeinsam mit jenem des ÖGB) findet sich auf verschiedenen Unterlagen, die den SchülerInnen zur Verfügung stehen (Kugelschreiber, Namenskärtchen, Trainingsunterlagen) Die Aktion „Arbeitswelt und Schule“ wird ebenfalls im Training genannt, der Begriff ist auch die passende Überleitung zu den Inhalten des Bewerbungstrainings. Aufgrund des Fokus’ der Bewerbungstrainings sind die Arbeiterkammer und ihre Angebote im weiteren Verlauf des Trainings kein Thema. Das enge Zeitkorsett verhindert thematische Verbreiterung. Hier ist insbesondere von Nachteil, dass das Training derzeit nicht in den Räumlichkeiten der AK stattfindet. Beispielsweise kann kein Verweis angebracht werden, dass verschiedene Angebote im selben Haus zur Verfügung stehen, dass sich die SchülerInnen ev. in einer Trainingspause die Beratungszone ansehen usw. Immer wieder ergeben sich aber im Bewerbungstraining Gelegenheiten, über das Themenfeld Arbeitsrecht zu sprechen. Etwa wenn von den SchülerInnen selbst Fragen gestellt werden, oder sich im Zuge des Rollenspiels Unklarheiten oder Unwissen herausstellen, wie z.B. ob bei einem Vorstellungsgespräch nach dem Gehalt gefragt werden darf. In Anknüpfung an solche Fragen oder Bemerkungen können dann auch die AK und Interessenvertretung im Allgemeinen thematisiert werden. Auch vorhandene Mängel in der (vorangehenden) Berufsorientierung der Jugendlichen können sich hier hinderlich auswirken: Für das zeitlich ohnehin knapp bemessene Training kann sich dadurch die Notwendigkeit ergeben, auch dieses Themenfeld anzusprechen, was aber wiederum andere Themen zurückdrängt. SORA Institute for Social Research and Analysis