„Also, ich würde das zu einer verpflichtenden Schulveranstaltung machen, wenn ich könnte!“ Seite 10 Die Bewerbungstrainings von Arbeitswelt und Schule 3 Beurteilung der Bewerbungstrainings 3.1 Allgemeiner Eindruck Die befragten Lehrerinnen waren von den Bewerbungstrainings sehr begeistert und berichten auch von großer Begeisterung bei den SchülerInnen. Das Angebot soll unbedingt weiter genutzt werden. Hervorgehoben wird von der KMS- Lehrerin, wie gut auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Gruppen eingegangen wird, gerade weil die SchülerInnen ihrer Klasse eigentlich zu jung waren. Sehr gelobt wird die Ehrlichkeit der TrainerInnen, den SchülerInnen nichts vorzumachen oder die Arbeitswelt schön zu reden: Es sei wichtig, den SchülerInnen klar zu machen, was sie erwartet und auch, dass das mitunter nicht einfach sein wird. Den SchülerInnen werden dabei nicht Zukunftsvisionen geraubt, aber falsche Illusionen sinnvoller weise genommen. Veranschaulicht wird das von der KMS-Lehrerin mit dem Rollenspiel „Vorstellungsgespräch“, dass auch aufgezeichnet und den SchülerInnen gezeigt wird: dabei wird Bewusstsein für das eigene Auftreten geweckt. Zuvor ist das gar nicht vorhanden, weil die Jugendlichen sich im Alltag eher nur untereinander bewegen. Gerade für die SchülerInnen von KMS wäre solches Bewusstsein aber dringend nötig. Aufmerksam geworden sind die Lehrerinnen durch einen Folder, der von AK bzw. bfi geschickt wurde. Eine der Lehrerinnen erzählt, dass derartige Informationen eigentlich nicht sie bekommen sollte, sondern die verantwortliche BO-Lehrerin an der Schule. Der Folder zu den Bewerbungstrainings hat sie also nur zufällig erreicht, sie aber sofort angesprochen. Bisher wurde das Angebot von der Schule nicht genutzt. Bezüglich des Zeitpunktes des Trainings in der Ausbildung wird für die AHS eher das Ende der Oberstufe für günstiger eingeschätzt – die Phase, in der AHS- SchülerInnen Berufs- oder Studienwegentscheidungen treffen. Für die KMS wäre vielleicht bereits in der dritten Klasse zu beginnen, da hier der Berufseinstieg schon näher liegt. Inhaltlich und vom zeitlichen Ausmaß ist das Training für die SchülerInnen passend und nicht zu anstrengend. Eine Lehrerin berichtet, dass die SchülerInnen selbst meinten, der Vormittag wäre rasch verflogen. Die Vorbereitung, die eine der Lehrerinnen mit ihrer Klasse gemacht hat war i.E. gut, wäre aber für die Bewältigung des Trainings nicht notwendig gewesen. SORA Institute for Social Research and Analysis