| fac h taGunG22 Geplante Obsoleszenz ist in aller Munde. Die breite öffentliche Resonanz auf die Kampagnen von MURKS? NEIN DANKE! 2 verdeutlicht die erhebliche Relevanz. Mehr oder weniger offen- kundig erkennen alle Beteiligten, dass die Wirkungen geplanter Obsoleszenz der Gesell- schaft, der Wirtschaft und der uns umgeben- den Welt großen Schaden zufügen. Die Thesen in diesem Aufsatz lauten daher: n Die kaufende Gesellschaft erwartet zu Recht die Umsetzung nachhaltiger Produktqualität. n Konkrete Beispiele belegen die Hinfälligkeit der mythologischen Herstellerargumentation. n In der werdenden Kreislaufgesellschaft gibt es keinen EndverbraucherInnen. n Haltbarkeit ist ein starker Hebel für Nachhaltigkeit. n Wer der Natur Ressourcen entnimmt, trägt Verantwortung für deren Verwendung. n Die Gesellschaft trägt keine Schuld, wohl aber die Verantwortung für das Regelwerk. MURKS? NEIN DANKE! wurde Februar 2012 als Blog gestartet und erreicht seitdem eine hohe Resonanz und Reichweite im deutschsprachigen Raum und weltweit (in Zahlen: mehr als 7 Mio. Besucher, über 70 Mio. über Medien, mehr als 12 Tsd. Fans auf Facebook). MURKS? NEIN DANKE! ist politisch neutral und gesellschaftlich weit mit Parteien, Universitäten, Hochschulen und NGOs vernetzt. Im April 2013 wurde in Deutschland der erste Verein gegründet. Weitere Vereine in Öster- reich und der Schweiz sind in Vorbereitung. Als bürgerschaftliche Verbraucherschutzorganisation setzen wir uns für nachhaltige Produktqualität ein. Der Mythos stirbt Ist es so, dass Hersteller ihre Produkte so bauen, dass diese kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputtzugehen? Gibt es so etwas wie geplante Obsoleszenz (Verschleiß, Veralterung)? Obsoleszenz- 2 www.murks-nein-danke.de den murks an der QueLLe stoppen Stefan Schridde