11 Wien (allerdings vor Einführung der Förderungsschiene „THEWOSAN“), Burgenland, Vor- arlberg und Kärnten (vgl. Abb. 5). Anzumerken ist, dass Maßnahmen der Wärmedäm- mung nur bis ins Jahr 2000 im Rahmen der Berichtspflicht der Länder an das Finanzmi- nisterium statistisch erfasst wurden. Sie entwickelten sich bis dahin konstant, das heißt, dass seit Mitte der neunziger Jahre – trotz Bemühungen der Politik um deren Forcierung – kein signifikanter Anstieg der thermischen Sanierung beobachtbar ist. Ungeachtet der Unterschiedlichkeit der einzelnen Fördermodelle bieten fast alle Bundes- länder starke Anreize für hochwertige energetische Sanierungen. In einer Expertise der Österreichischen Energieagentur wurde der Zusammenhang zwischen Förderungshöhe und energetischen Standards nach der Sanierung bundesländerweise verglichen (vgl. Abb. 4).4 Bei Sanierungen ohne wesentliche energetische Verbesserung trägt die Förde- rung in keinem Bundesland mit mehr als 12% zu den Sanierungskosten bei. Anders bei energetisch hochwertigen Sanierungen. Hier liegt der Beitrag der öffentlichen Hand zwi- schen 20% (Steiermark) und 45% (Wien) der Sanierungskosten. In den anderen Bundes- länder liegt der Anteil bei 30-35%. Abbildung 4: Verlauf der Förderanteile an den Gesamtkosten bei unterschiedlichen Sanie- rungsqualitäten (gleiche Fensterqualität), Hub-Werte in kWh/(m?.a) nach Sa- nierung 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 65 62 59 56 53 50 47 44 41 38 W B S K O N V T St Quelle: Österreichische Energieagentur in: Amann/Oberhuber et al.: Benchmarking Nachhaltigkeit in der Wohnbauförderung (2005). 4 Michael Cerveny: Benchmarking der Förderhöhen bei unterschiedlich „guten“ Sanierungen. In: A- mann/Oberhuber e.a.: Benchmarking Nachhaltigkeit in der Wohnbauförderung der Länder. Wien: FGW, 2005.