Themen Leerfahrten und Transportmenge eine wichtige Rolle, die bei Entscheidungen auf der Ebne der einzelnen Supply Chains zu wenig betrachtet werden. 29. Zwangsvorgaben bei bestimmten Gütern (z.B. Abfall, Baumassen) (Massen)güter, die keinem internationalen Wettbewerb ausgesetzt sind und oftmals auch nur kurze Strecken transportiert werden, jedoch in vielen Fällen einerseits auf Grund der zu transportierenden Menge und andererseits aufgrund vorhandener Schienenanschlüsse deutliche Schienenaffinität aufweisen, können per Zwangsvorgabe (Gesetz oder Bescheid) zur Nutzung von Schiene (und/oder Schiff) verpflichtet werden. Beispiele für solche Güter sind Abfalltransport zu Müllverbrennungsanlagen oder zu anderen müllverarbeitenden Industrien und der Transport von Baumassen von und zu Großbaustellen. In diesem Fall kann in Zukunft auch die Raumplanung eine wichtige Rolle spielen (siehe Maßnahme 10). Die Errichtung zukünftiger Werke für die Verarbeitung entsprechender Güter sollte nur mehr ermöglicht werden, wenn ein Bahnanschluss gewährleistet wird. Erst dann kann ein entsprechender Bescheid zur verpflichtenden Nutzung der Schiene ausgestellt werden. 30. Förderung von Anschlussbahnen in anderen Staaten thematisieren und lobbyieren Die Verkehrsmittelwahl hängt auch von Zutrittsmöglichkeiten an beiden Enden der Transportkette ab. Werden die Bedingungen in AT verbessert, kann dies nur dann zu deutlichen Verbesserungen führen, wenn auch auf der „anderen Seite“ im Ausland ein geeigneter Zugang geboten wird. Derzeit gibt es keinen europaweit koordinierten und auch finanzierten Ausbau von Anschlussbahnen. Eine solche Förderung zu initialisieren und die Diskussion dazu voranzutreiben ist daher eine wichtige Maßnahme, um zukünftig Verbesserungen auch am anderen Ende der Transportkette erzielen zu können. Eine weitere Möglichkeit (langfristig) ist die direkte Unterstützung des Ausbaus von Anschlussbahnen in anderen Staaten durch Österreich. Dies kann zum Teil stärkere Effekte als der Einsatz der gleichen mittel in Österreich ermöglichen, wenn der Mitteleinsatz entsprechend analysiert wird. 31. Anschlussbahn-Förderpaket (Ausweitung der Investitionsförderung, Förderung der Erhaltung) Sowohl die Errichtung als auch der Betrieb einer Schlussbahn ist mit Kosten verbunden, die eine deutliche Einstiegsbarriere darstellen. Zu Reduktion dieser Barriere gibt es eine Anschlussbahnförderung. Mit dieser wird die Errichtung von Anschlussbahnen unter be- stimmten Voraussetzungen gefördert. Der Aufkommensschwellenwert ist dabei relativ hoch und der Fördersatz relativ gering. Die laufenden Kosten der Erhaltung der Anschlussbahn sind aktuell nicht förderfähig. Eine entsprechende erhöhte Förderung, die auch die Erhaltung mit einbezieht reduziert die Einstiegsbarriere zum System Schiene. Damit kann eine Gleichstellung mit der Straße erreicht werden, da öffentliche Straßen von der öffentlichen Hand sowohl bereitgestellt als auch erhalten werden. 32. Regionale Wirtschaftsförderung mit Schienennutzung bzw. mit Anschlussbahnzugang koppeln Wirtschaftsförderungen durch Bund, Land oder Gemeinden hängen von unterschiedlichen Kriterien ab. Die Transportabwicklung ist nur in den seltensten Fällen ein Förderkriterium. Macht