30 7. Mietbelastung Die Mietbelastung wurde aus dem Anteil der Gesamtmiete am Haus- haltsnettoeinkommen berechnet. Insgesamt beträgt die durchschnittliche Mietbelastung bei den jungen Arbeitnehmerhaushalten ein Viertel des monatlichen Haushaltsnetto- einkommens. Im privaten Mietsektor beläuft sich dieselbe auf rund 28 Prozent; dabei gibt es leichte Unterschiede zwischen Alt- und Neubauten (Bau vor 1945: 29,3%, nach 1945: 26,6%). Im geförderten Segment beträgt die Mietbelastung rund 25 Prozent (Gemeindewohnungen: ca. 25 %; Genos- senschaftswohnungen: ca. 24 %). Bei dieser Betrachtung fallen die deut- lich höheren Quadratmeterkosten im privaten Segment aus zwei Grün- den weniger ins Gewicht: Die Durchschnittseinkommen im privaten Segment sind deutlich höher als bei den Gemeindewohnungsmietern. Weiters sind die privat angemieteten Wohnungen im Schnitt kleiner als die Genossenschaftswohnungen. Da Personen, die kleinere Wohnungen beziehen, im Regelfall auch ein geringeres Einkommen haben, fällt die Mietbelastung je nach Woh- nungsgröße relativ gleichförmig aus. Lediglich im untersten und im ober- sten Größenbereich weicht die Mietbelastung etwas stärker vom Durch- schnitt ab. Sie macht bei Haushalten in Wohnungen bis 40 m? rund 22 Prozent und in Wohnungen ab 100 m? ca. 29 Prozent aus. Das Ausmaß der Mietbelastung ist auch vom Zeitpunkt des Wohnungs- bezugs abhängig: Je länger der Wohnungsbezug zurückliegt, desto nied- riger sind die Belastungen durch die zu zahlende Miete. Wer vor 5 Jah- ren eingezogen ist, hat eine durchschnittliche Mietbelastung von knapp 24 Prozent; bei einem Einzug vor drei bis vier Jahren liegt dieselbe bei 26 Prozent und bei einem Einzug in den letzten beiden Jahren bei 28 Pro- zent. In hohem Maße hängt die Mietbelastung natürlich von der Höhe des Haushaltseinkommens ab. Bei Haushalten mit einem Netto-Gesamtein- kommen von bis zu 1.350 Euro macht die Mietbelastung rund 36 Pro- zent aus, bei Haushalten mit einem Einkommen von über 3.000 Euro ist dieselbe mit knapp 18 Prozent nur halb so hoch.