33 8. Beurteilung der Mietkosten Ein Drittel der jungen Arbeitnehmer/innen, die in den letzten Jahren in eine Mietwohnung gezogen sind, hält die eigenen Mietkosten für (zu) hoch bzw. teuer. Von einer sehr günstigen Miete spricht nur eine kleine Minderheit; rund die Hälfte erachtet die Kosten für eher günstig. Dabei ist aber zu bedenken, dass diese Einschätzung natürlich in Relation zur derzeitigen Preislage zu sehen ist. Angesichts der weiter gestiegenen Mietpreise bei einem Neueinzug ist man mit der derzeitigen Kostenhöhe eher zufrieden. Für 6 von 10 der Befragten war es eher bis sehr schwierig, eine Woh- nung zu finden, wobei 87% von ihnen bestätigten, dass das Hauptprob- lem bei der Wohnungssuche die zu hohen Mietpreise waren. Kommen viele Wohnungen wegen der zu hohen Mieten nicht in Frage, erscheint die dann endlich gefundene weniger teure Wohnung in Relation zum nicht leistbaren Angebot „eher günstig“. Eine solche Einschätzung wurde sogar dann abgegeben, wenn man sich wegen der konkreten, immer noch hohen Mietbelastung doch einschränken muss (was bei mehr als zwei Drittel der Befragten der Fall ist – siehe 11). Bei der entsprechenden Einschätzung gibt es große Unterschiede zwi- schen dem öffentlichen und privaten Wohnsegment. Im privaten Wohn- sektor werden die Mieten gegenüber dem öffentlichen Sektor zu deut- lich höheren Anteilen als teuer bezeichnet (41 % versus 28 %). Dies gilt in besonderem Maße für die private Hauptmiete von Wohnungen, die nach 1945 errichtet worden sind („eher“ bzw. „sehr teuer“: 50 %). Frage: Wie schätzen Sie die Mietkosten für Ihre Wohnung ein? (in Prozent) 14 16 11 52 56 47 27 24 31 7 4 10 0 20 40 60 80 100 Gesamt SEGMENT öffe tlich s Segment privates Segment als sehr günstig als eher günstig als eher teuer als sehr teuer