45 Dass die finanziellen Einschränkungen infolge der hohen Mietpreise bei den jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ganz besonders ausgeprägt sind, zeigt ein Vergleich mit Referenzwerten der Wiener Ge- samtbevölkerung. Auch wenn diese Erhebung schon einige Jahre alt ist (Sozialwissenschaftliche Grundlagenstudie für Wien, 2008; Befragung von 8.700 Personen), kann man davon ausgehen, dass sich diesbezüglich seit damals nicht allzu viel verändert hat (darauf weisen auch die sehr stabil gebliebenen Werte gegenüber der damaligen Vorgängerstudie aus dem Jahr 2003 hin). Bei dieser Studie gaben 93 Prozent der Wienerinnen und Wiener an, dass es für sie problemlos möglich ist, die Wohnung angemessen warm zu halten. Bei den jungen Arbeitnehmer/innen sind es mit 85 Prozent deutlich weniger (Differenz: 8 Prozentpunkte). Noch viel größer sind die Unterschiede in Bezug darauf, ob man sich bei Bedarf neue Kleidung leisten kann. Wienweit sagten 78 Prozent der Be- völkerung, dass dies für sie praktisch immer möglich ist; bei den jungen Arbeitnehmer/innen bestätigten dies nur 57 Prozent (Differenz: 21 Pro- zentpunkte). Ungleich verbreiteter als bei der Wiener Gesamtbevölkerung sind die fi- nanziellen Einschränkungen der jungen Arbeitnehmer/innen auch hin- sichtlich der Leistbarkeit eines einwöchigen Urlaubs im Jahr. Während 77 Prozent der Wiener/innen sich einen solchen problemlos finanzieren können, trifft dies bei den jungen Arbeitnehmer/innen nur auf 56 Pro- zent zu (Differenz: 21 Prozentpunkte).