WUSSTEN SIE DASS, Ausgaben für den öffentlichen Verkehr nur 1,1 % der Haushaltsausgaben ausmachen? Verkehrsausgaben belasten Haushalte unterschiedlich stark Nach Wohnen und Energie sind Ausgaben für den Verkehrsbereich mit 15 % der Äquivalenzausgaben die zweitgrößte Kostenbelastung der österreichischen Haushalte, wobei für den Öffentlichen Verkehr im Schnitt nur 1,1 % aufgewendet werden müssen (Quelle: Kon- sumerhebung, Statistik Austria 2009/2010). Speziell im ländlichen Raum steht und fällt die eigene Mobilität mit dem Besitz eines Pkws. Gründe dafür sind einerseits das spärliche ÖV Angebot und andererseits die oftmals weiten Distanzen – aber auch kurze Wege lassen sich wegen der schlechten Rahmenbedingungen oftmals kaum zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen. Entscheidend ist jedoch nicht alleine, ob ein Pkw vorhan- den ist, sondern auch, ob die Nutzung finanzierbar ist. Wie folgende Abbildung anhand von Daten der Statistik Austria verdeutlicht, haben die ärmsten 20 % der Haus- halte für Kfz-Reparaturen und Treibstoff gerade einmal 35 bis 95 € im Monat zur Verfügung. Demgegenüber können die wohlhabendsten 20 % mit 265 bis 395 € im Monat etwa drei bis elfmal soviel für den Betrieb ihrer Autos ausgeben, dh je höher das Einkommen, desto mehr Geld wird für den motorisierten Individualverkehr ausgegeben. Allerdings sind die Verkehrsausgaben der Haushalte stark von der Bevölkerungsdichte abhängig. In ländli- chen Regionen (mit bis zu 10.000 Einwohnern) gibt ein durchschnittlicher Haushalt für sein(e) Kraftfahrzeug(e) monatlich etwa 482 €, für den Öffentlichen Verkehr nur 18 € aus, in Wien hingegen nur 279 € fürs Kfz und 65 € für den Öffentlichen Verkehr. Ein wesentlicher Impressum: Herausgeber und Medieninhaber Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Strasse 20-22 · Redaktion Gerlinde Hauer, Petra Innreiter, Ilse Leidl, Reinhold Russinger, Matthias Schnetzer, Norman Wagner · Kontakt SWSA@akwien.at · Verlags- und Herstellungsort Wien Erscheinungsweise 11 mal jährlich · DVR 0063673 AKWien SOZIAL- & WIRTSCHAFTS- STATISTIK AKTUELL Nr 06/2014 Download: http://wien.arbeiterkammer.at/service/zeitschriften/SozialundWirtschaftsstatistikaktuellWS S A Abonnieren Sie SWSA als E-Mail-Newsletter: http://wien.arbeiterkammer.at/newsletter.html „Sozial- und Wirtschaftsstatistik aktuell“ auswählen und auf „abschicken“ klicken. Feedback und Rückfragen bitte an SWSA@akwien.at Mobilität und Verteilungsgerechtigkeit Um am Erwerbsleben, aber auch am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen zu können, ist der Zugang zu Mobi- lität, also die Bewegung von einem Ort zum anderen, eine wesentliche Grundvoraussetzung. Speziell im ländlichen Raum ist Mobilität ohne eigenes Auto aber kaum bis überhaupt nicht machbar, was sowohl zu Einschränkungen als auch zu besonders hohen finanziellen Belastungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen führt. ? WUSSTEN SIE DASS, Ausgaben für Verkehr zur zweit- größten Kostenbelastung der Haushalte zählen?