Eltern(teil)zeit: Wie geht’s den Eltern damit? 5 Glossar Elternteilzeit: Seit 2004 gibt es einen gesetzlich gere- gelten Anspruch auf Herabsetzung bzw. auf Änderung der Lage der bisherigen Arbeitszeit bis zum Ablauf des 7. Lebensjahres oder einem späteren Schuleintritt des Kindes. Der andere Elternteil darf sich nicht gleichzeitig für dasselbe Kind in Karenz befinden, es dürfen aber beide Eltern zugleich Elternteilzeit nehmen. Anspruchsvoraussetzungen: Bedingungen, die erfüllt werden müssen, damit ein Rechtsanspruch bestimmte ArbeitnehmerInnen auch gilt. Um Elternteilzeit in Anspruch nehmen zu können ist es notwendig in einem Betrieb mit mehr als 20 ArbeitnehmerInnen beschäftigt sein und sich in einem bereits drei Jahre ununterbrochen dauernden Arbeitsverhälntis zu befinden. Zudem muss das Kind im gemeinsamen Haushalt leben. Besteht kein Anspruch auf Elternteilzeit, weil die ArbeitnehmerIn entweder in einen zu kleinen Betrieb beschäftigt ist oder das Arbeitsverhältnis noch nicht ununterbrochen drei Jahre gedauert hat, kann aber eine Elternteilzeit auf freiwilliger Basis mit der ArbeitgeberIn vereinbart werden. Änderung der Lage der Arbeitszeit: Für den gesetz- lichen Schutz der Elternteilzeit muss nicht unbedingt die Arbeitszeit verringert werden, es kann auch nur eine Änderung der konkreten Arbeitszeiten vereinbart werden, sodass diese mit der Kinderbetreuung verein- bar ist. Das kann etwa sein, dass keine Nacht- oder Wochenendschichten gearbeitet werden oder dass die tägliche Arbeitszeit auf bestimmte Stunden festgelegt wird. Die Arbeiterkammer setzt sich ein für: ? Erhöhung des Anspruch auf Schadenersatz im Gleichbehandlungsgesetz wegen Diskriminierung aufgrund der Inanspruchnahme der Elternteilzeit, ? besseren gesetzlichen Schutz für WiedereinsteigerInnen: wobei nachteilige Versetzungen erst nach Zustimmung des Arbeits- und Sozialgerichts möglich sein sollen, ? keine Benachteiligungen von Teilzeitkräften, Führungspositionen müssen auch in Teilzeit möglich sein, ? Anspruch auf Elternteilzeit auch in Betrieben mit weniger als 21 ArbeitnehmerInnen, ? eine betriebliche Vereinbarkeitskultur, die auch Männer motiviert, mehr Kinderbetreuung zu übernehmen, ? Förderung der partnerschaftlichen Teilung, durch Einführung von Papamonat und Gleichstellungsbonus beim Kinderbetreuungsgeld.