| To p - E i n kommEn und V ErmögEn i n ö sT ErrE i ch4 ThEma Vermögen der reichsten um 230 milliarden höher als bisher bekannt Schon die Rohdaten der OeNB zeigten eine sehr starke Ungleichverteilung der Vermögen privater Haushalte in Öster- reich. Dabei unterschätzten diese Daten die tatsächliche Schieflage sogar noch, da besonders vermögende Haushalte bei der Erhebung unterrepräsentiert waren. Ein Forschungsteam der Universität Linz errechnete daher im Auftrag der Arbei- terkammern Wien und Oberösterreich die fehlenden Vermögen an der Spitze ( siehe Grafik 1). nEuE daTEn Zur VErmögEnsVErTEilung schaffEn klarhEiT Bei sehr vorsichtigen Annahmen und mit gängigen statistischen Verfahren zeigt die Studie, dass das Vermögen österreichi- scher Haushalte deutlich ungleicher ver- teilt ist als bislang bekannt: ? Durch die Untererfassung der Reichs- ten in den HFCS Rohdaten wirkt sich die Korrektur der Uni Linz vor allem auf das oberste Prozent aus. Das Ver- mögen dieser kleinen Gruppe verdop- pelt sich auf fast 470 Milliarden Euro. ? Ein Prozent der österreichischen Haus- halte besitzt somit über ein Drittel ( 38 %) des gesamten Privatvermögens. Ü ber die Verteilung von Vermögen war in Österreich lange Zeit sehr we- nig bekannt. Die HFCS-Erhebung der Oesterreichischen Nationalbank ( OeNB ) brachte erstmals Licht ins Dun- kel; die Broschüre der AK Wien „Ver- teilung der Vermögen in Österreich“ fasst diese Daten zusammen. Jetzt gibt es erste tiefergehende Studien von der Uni- versität Linz und der Wirtschaftsuniver- sität Wien auf Basis dieser HFCS-Daten. Die Forschungsergebnisse belegen die extrem ungleiche Verteilung von Vermö- gen, Erbschaften und Kapitaleinkommen. Auch geschlechtsspezifische Aspekte und die Vermögensanteile der Mittel- schicht wurden genauer unter die Lupe genommen. Diese Studien finden sich auf der Homepage der AK-Wien zum Download. Die Broschüre „Verteilung der Vermögen in Österreich“: http://media.arbeiterkammer.at/PDF/Vermoegensverteilung_2013.pdf Folder_Vermögen.indd 4 20.06.14 13:25