To p - E i n kommEn und V ErmögEn i n ö sT ErrE i ch | 15 Thema sollte die nächste Vermögenserhe- bung ein Oversampling der Reichen beinhalten, um eine genauere Erfas- sung der Vermögensbestände zu er- möglichen und damit die bestmögli- che Datenqualität zu gewährleisten. Hier ist eine Kooperation mit dem Bundesministerium für Finanzen not- wendig. 3. Armuts- und Reichtumsberichte. Die Bundesregierung sollte, wie in Deutschland, im Sozialbericht mehr Gewicht auf den wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu Armut und Reich- tum legen. In Vorbereitung des Be- richts könnten Studien vergeben wer- den, die sich mit wenig untersuch- ten Aspekten von Einkommen und Vermögen aus soziologischer, ökono- mischer und politikwissenschaftlicher Sicht beschäftigen. forderungen zur Verbesserung der datenlage: 1. Regelmäßige Erhebung der Ver- mögensdaten. Die Vermögensfor- schung steht erst am Anfang. Längere Zeitreihen sind unerlässlich für die Beantwortung wichtiger Fragen, zum Beispiel nach dem Vermögensauf- bau, der Vermögensübertragung oder dem Effekt der Konjunktur auf Ver- mögen. Zudem ist eine regelmäßige Analyse der Vermögensentwicklung eine notwendige Voraussetzung für das frühzeitige Erkennen künftiger Finanzkrisen. Staaten mit hoher Vermögenskonzentration, aber auch solche mit hoher Privatverschuldung, sind ökonomisch besonders verwund- bar. 2. Höhere Stichprobenziehung (Oversampling) von reichen Haus- halten in den Erhebungen. Ent- sprechend internationaler Standards diE ak sTEhT fÜr mEhr VErTEilungsgErEchTigkEiT! Folder_Vermögen.indd 15 20.06.14 13:25