WIEN WÄCHST ARBEITERKAMMER WIEN 31 THEMENBEREICH BILDUNG Besonders der Anteil der unter 14-jährigen und der über 65-jährigen wird bis 2035 überproportional steigen. Wien wird daher gleichzeitig älter und jünger. Das bringt auch die bisherige Annahme einer zunehmenden (Über-)Alterung der Bevölkerung - weil die geburtenstarken Jahrgänge das Pensi- onsalter erreichen - ins Wanken. Quelle: Statistik Austria, MA 23 2030 wird es um 16 Prozent mehr schulpflichtige Kinder geben. Neben dem notwendigen Schul- und Kindergartenneubau gilt es auch soziale Probleme zu lösen. In den letzten 12 Jahren hat sich die Zahl der mehrsprachigen SchülerInnen fast verdoppelt. In manchen Bezirken Wiens sind bis zu 80% der Pflichtschulkinder mehrsprachig. Hier besteht ein erhöhter Förderbedarf, der bisher nicht im entsprechenden Ausmaß zur Verfügung abgedeckt wird. Eine wichtige Reform ist eine Mittelzuteilung an Schulen entlang der sozialen Lage der SchülerIn- nen. Damit soll insbesondere die ganztägige Betreuung sowie die Förderung der Mehrsprachigkeit unterstützt werden. Daneben soll auch die Beherrschung der Erstsprache der SchülerInnen geför- dert werden. Aber Wien wächst sich nicht bloß jünger, es wird auch gescheiter. Anders als in der Vergangenheit, haben viele der in den letzten Jahren zugewanderten WienerInnen eine gute oder sehr gute Ausbil- dung. Ihr Bildungsniveau liegt deutlich über dem der Österreicher. So haben 28,5 Prozent der Öster- reicherInnen eine Universität oder etwas Vergleichbares abgeschlossen. Von den ZuwanderInnen, die seit 2010 zu uns gekommen sind, allerdings 47 Prozent.