Motivation von Lehrlingen öibf 79 Fallbeispiel 9: Ekkehard Passler GmbH, Wien 231 Branche /Fachbereich: Gewerbe und Handwerk – Installationstechnik ausgebildete/r Lehrberuf/e: Installations- und Gebäudetechnik (mind. 3- jähriger Modullehrberuf, Hauptmodule Gas und Sanitärtechnik sowie Heizungstechnik) Anzahl der Beschäftigten: 20 davon Lehrlinge: 8 Lehrlingsausbildung seit: 1976 ausgebildete Lehrlinge: rd. 60 Auszeichnungen: „Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb“ (Trio Award 2008), „Staatlich ausgezeichneter Lehrbetrieb“ (2008) Besonderheiten der Lehr- lingsausbildung: Ausbildung in breitem beruflichen Tätig- keitsspektrum / Ausbildung nach dem Rotations- prinzip / gutes Lernklima / Persönlichkeitstrai- ning für Lehrlinge / umfangreiche Einbeziehung der Lehrlinge in fachliche Schulungen / regel- mäßige Firmentreffen zur Unterstützung der un- ternehmensinternen Kommunikation Tätigkeitsbereich des Unternehmens Das seit 1974 bestehende Unternehmen mit den Schwerpunkten Heizung, Bad und Wellness ist sowohl für Gebäudeverwaltungen und Gewerbebetriebe als auch Pri- vatkundInnen tätig. Geschichte der Lehrausbildung Der Installationsbetrieb hat seit 1976 insgesamt rd. 60 Lehrlinge ausgebildet. Als Hauptgrund für die Lehrlingsausbildung wird die Sicherung des eigenen Fachkräf- tebedarfs angegeben, was der Umstand unterstreicht, dass nahezu alle aktuell im Unternehmen beschäftigten Monteure ihre Lehre im Betrieb absolviert haben. „Nach wie vor ist es so: die besten Mitarbeiter sind die, die bei uns gelernt haben.“ (FB9/Geschäftsführer/S.4) Der Geschäftsführer verweist aber auch auf den relativ hohen Anteil ehemaliger Lehrlinge, die sich nach Abschluss der Lehre bzw. nach der anschließenden Ab- solvierung des Präsenzdienstes für einen anderen Berufsweg entschieden, und führt dies u.a. auf die mit dem Arbeitsfeld der Gas- und Wasserinstallation ver- bundene hohe Verantwortung zurück. Die beiden Auszeichnungen, die der Betrieb für eine qualitätsvolle und vorbildliche Lehrausbildung vor wenigen Jahren er- hielt, begründeten sich auf Weiterbildungsmaßnahmen, die die Lehrlinge über das Berufsbild hinaus qualifizieren, sowie Schulungen im Bereich Persönlichkeitsbil- dung, aber auch auf die Weiterbildung der betrieblichen Ausbildner. 31 Für dieses Fallbeispiel wurden drei Interviews geführt: Mit dem Inhaber und Geschäftsführer wurde ebenso wie mit einem Ausbildner je ein Einzelinterview geführt, mit zwei Jugendlichen ein Grup- peninterview. Einer der beiden hat vor kurzem die Lehrabschlussprüfung abgelegt, der zweite befin- det sich im 3. Lehrjahr.