Situation von Wiener Lehrlingen im letzten Ausbildungsjahr öibf 29 Abbildung 12: Anteil der Antrittswahrscheinlichkeit „hoch‘‘ nach Lehrberufs- gruppen Quelle: öibf LAP-Befragung 2013. n=4.120 In Abbildung 13 werden die ausbildungsspezifischen Aspekte, die durch die Mit- telwerte der Indizes ausgedrückt werden, mit der LAP-Antrittswahrscheinlichkeit in Beziehung gesetzt. Bei der Interpretation dieser Darstellung ist vor allem die Differenz zwischen den beiden Linien interessant, welche die Mittelwerte der Indizes differenziert nach Antrittswahrscheinlichkeiten repräsentieren. Anders ausgedrückt: Die Mittelwerte der ausbildungsbezogenen Indizes werden differen- ziert nach Lehrlingen mit hoher Antrittswahrscheinlichkeit und niedriger An- trittswahrscheinlichkeit betrachtet. Die Mittelwerte werden jeweils nach Lehrlin- gen aus Wien und den übrigen acht Bundesländern getrennt angeführt. Augenscheinlich ist, dass Lehrlinge mit niedriger Antrittswahrscheinlichkeit kon- sistent niedrigere Mittelwerte als Lehrlinge mit hoher Antrittswahrscheinlichkeit aufweisen. Die größte Differenz zwischen den beiden Gruppen findet sich beim Index „Erfolg in der Berufsschule“. In diesem Fall bedeutet dies konkret: Lehrlin- ge mit hoher Antrittswahrscheinlichkeit haben beim Index „Erfolg Berufsschule“ auf einer Skala von 1 bis 6 einen um durchschnittlich 0,7 Punkten höheren Mit- telwert als Lehrlinge mit einer niedrigen Antrittswahrscheinlichkeit. In der Risi- kogruppe „Nicht-Antritt“ finden sich Lehrlinge mit einem geringen Berufsschuler- folg. Weitere auffällige große Differenzen lassen sich bei den Indizes persönlicher „Stellenwert LAP“, „Stellenwert LAP Betrieb“ und „Selbstwirksamkeit“ finden. Etwas geringere, aber trotzdem noch deutliche Differenzen können bei den Indi- zes „Ausbildungsqualität“ und subjektiver „LAP-Vorbereitungsgrad“ festgestellt werden. Entgegen der hypothetischen Annahme, lassen sich beim Aspekt „Prü- fungsangst“ keine relevanten Unterschiede hervorheben. Demnach wird die An- trittswahrscheinlichkeit kaum vom Faktor Prüfungsangst beeinflusst. Bemerkenswert ist, dass die Mittelwertdifferenzen in der Stichprobe „Wien“ aus- geprägter sind als in der Stichprobe „Übrige Bundesländer“.