JUNGE MENSCHEN IN WIEN 32 ARBEITERKAMMER WIEN In diesem Kapitel wurde nun zu einzelnen Indikatoren eine Vielzahl von Gruppenunterschieden fest- gestellt. Um diese nun zusammenzufassen, werden die Ergebnisse im folgenden Resümee nach Gruppen dargestellt. Berufstätige: Teilzeitbeschäftigte: Diese Gruppe bewertet ihre Arbeitssituation (interessante Arbeit, Betriebsklima, Einkommen etc.) signifikant schlechter als Vollzeitbeschäftigte. Darüber hinaus befinden sich in dieser Gruppe sehr viele junge Menschen, die ein befristetes Dienstverhältnis haben oder überquali- fiziert für ihre Tätigkeit sind. Nach Altersgruppen betrachtet, sind junge WienerInnen zwischen 21 und 30 Jahren eher von Teilzeit betroffen. Der häufigste Grund für Teilzeitbeschäftigung ist Aus- und Fortbildung. Personen mit höheren Bildungsabschlüssen (Matura/Universität/FH): In dieser Gruppe befinden sich überdurchschnittlich viele Personen in Teilzeitbeschäftigung und befristeten Dienstverhältnissen. Darüber hinaus findet diese Gruppe ihre berufliche Tätigkeit weniger interessant, was bei befristeten Dienstverträgen überdurchschnittlich vorkommt. Berufstätige & in Ausbildung: Bereits vom Elternhaus Ausgezogene: Diese Gruppe kommt weniger gut mit dem Haushaltsein- kommen aus, insbesondere Haushalte mit Kindern. Im Elternhaus Wohnhafte: Jene jungen Menschen, die das Elternhaus noch nicht verlassen haben, sind überdurchschnittlich häufig in Teilzeitbeschäftigung oder sind neben der Berufstätigkeit in Aus- bildung. Frauen: Diese Gruppe ist überdurchschnittlich stark Belastungsfaktoren im Beruf oder in der Ausbil- dung ausgesetzt, vor allem die Altersgruppe zwischen 15 und 20 Jahren, aber auch (etwas abge- schwächt) zwischen 21 und 25 Jahren. Ein möglicher Grund hierfür kann sein, dass junge Frauen sehr häufig teilzeitbeschäftigt sind und dadurch schlechtere Arbeitsbedingungen haben. MigrantInnen & Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft: Diese Gruppe ist sämtlichen abgefragten Stressfaktoren im Alltag stärker ausgesetzt als Nicht-MigrantInnen. Darüber hinaus kommen sie weniger gut mit dem Haushaltseinkommen aus und sind überdurchschnittlich häufig überqualifiziert.