Wirtschaftspolitik – Standpunkte. 04 | 2012. seite 1 von 26 wirtschaftspolitik – standpunkte 04|2012 impreSSum | Offenlegung gem § 25 medieng Herausgeberin und MedieninHaberin: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Straße 20 – 22 redaktion: Susanne Wixforth, Josef Thoman Layout und satz: Julia Kolda VerLags- und HersteLLungsort: Wien erscHeinungsweise: 4 mal jährlich kostenLose besteLLung und aLLe ausgaben unter: http://wien.arbeiterkammer.at/wp-standpunkte bLattLinie: Die Meinungen der AutorInnen. inhalt „Hysterisches Herdenverhalten“ beschreibt wohl am besten das Verhal- ten der institutionalisierten MarktteilnehmerInnen auf den Rohstoffmärk- ten. Die häufig auf ad-hoc Meldungen basierenden Entscheidungen großer (Index-)Fonds bestimmen die Preise wichtiger Rohstoffe wie Öl, aber vor allem auch jene von Nahrungsmitteln. Daran wird leider auch die jüngste EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente nur wenig ändern. Doch wie kann Abhilfe geschaffen werden, welche Antworten sind notwendig da- mit wieder Fundamentaldaten über Angebot und Nachfrage die entschei- dende Rolle spielen? Unverbindliche Regeln, die sich Unternehmen selbst geben, greifen nicht. Dies zeigt sich jedenfalls, wenn man den Corporate Governance Kodex einer Analyse unterzieht. In diesem Sinne fällt auch un- sere Antwort auf die Frage, ob sich ein Schuster an die Regeln der Finanz- marktaufsicht zu halten hat, eindeutig aus. Viele Fragen wirft aber auch die geplante GmbH-Reform auf. – Wir sagen: Stopp der Deregulierung! Die neuen Daten der OeNB über die Verteilung der Vermögen in Öster- reich geben einen Einblick darüber, wer es sich überhaupt leisten kann, sein Geld am Finanzmarkt zu veranlagen. Von Reichtum können die meisten je- denfalls nur träumen. Sind massive Einkommensverluste oder Arbeitslosigkeit – nicht zuletzt aufgrund massiver staatlicher Sparprogramme – für viele Euro- päerInnen doch die harte Realität. Umso tragischer erscheint dabei die späte Einsicht des Internationalen Währungsfonds. Dieser hat über Jahre hinweg die negativen Auswirkungen von Sparprogrammen auf Wachstum und damit Beschäftigung drastisch unterschätzt und somit zahlreichen Staaten zu harte Auflagen vorgeschrieben. Wir wünschen eine spannende Lektüre! Die Redaktion editOrial roHstoff- und ÖLpreisVoLatiLität seite 02 Die phySiSchen MärKTe SinD nichT SchulD Mifid seite 05 eine chance, SpeKulaTion einzuDäMMen! koMMentar: seite 08 MiFiD ii – FinanzMarKTregulierung in (zu) Kleinen SchriTTen bankenrettung seite 09 Der VorSchlag Der eu-KoMMiSSion koMMentar: seite 11 WalDVierTler FirMa gea unD Die FinanzMarKTauFSichT corporate goVernance kodex seite 12 10 Jahre unD Kein biSSchen WirKSaM gMbH-reforM seite 14 nur MiT MaSS unD ziel VerMÖgensVerteiLung in seite 16 ÖsterreicH Viele haben Wenig unD Wenige haben Viel fiskaLMuLtipLikator seite 19 Die SchäTzung DeS iWF beTriFFT unS alle aktionswocHe für seite 21 VerMÖgenssteuern ein reSuMée ÖkostroMgesetz 2012 seite 23 Wenig innoVaTiV aber Teuer green Jobs seite 25 Mehr unD beSSere arbeiTSpläTze?