Wirtschaftspolitik – Standpunkte. 01 | 2012. seite 16 von 26 thoheit der nationalen Parlament aufwirft. Judith Vorbach, AK Oberösterreich Susanne Wixforth, Abteilung Wirtschaftspolitik, AK Wien 1) Folgeartikel zum Beitrag „Die Bedeutung des Europäischen Stabilitätsmechanismus für den Finanzsektor und die Bevölkerung“ in: infobrief eu&international, März 2013 2) Erkki Liikanen et al., High-level Export Group on reforming the structure of the EU banking sector, Final Report, Brussels, 2. Oktober 2012 3) Finance Watch, The importance of Being sepa- rated. Making the public interest sovereign over banks, Spring 2013 4) Ernst & young, Eurozone, Ey Eurozone Forecast, Outlook for financial services, Summer edition - 2013 5) Europäischer Rat, Schlußfolgerungen der Tagung vom 27. und 28. Juni 2013 6) Bruno Rossmann, Bitte warten! Bankenrettung belastet weiterhin öffentliche Kassen, Blog Arbeit und Wirtschaft, 25. Juli 2013, http://blog. arbeit-wirtschaft.at/bitte-warten-bankenrettung- belastet-weiterhin-die-offentlichen-kassen/ 7) ESM-Homepage, FAq on the main Features of the future ESM direct bank recapitalization, http://www.esm.europa.eu/pdf/FAQ%20Direct%20 Bank%20Recapitalisation%20280620131.pdf 8) Europäischer Rat, Schlußfolgerungen der Tagung vom 27. und 28. Juni 2013 9) Spiegel online, Euro-Rettungsfonds ESM, Euro- Gruppe einigt sich auf Bankenhilfe light, 21. Juli 2013 http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ euro-rettungsfonds-esm-euro-gruppe-einigt-sich-auf- bankenhilfe-light-a-907035.html 10) Vgl. ESM direct bank recapitalisation inst- rument – Main features of the operational framework and way forward – Luxemburg, 20. Juni 2013 http://www.eurozone.europa.eu/ media/436873/20130621-ESM-direct-recaps-main- features.pdf 11) Vgl. Handelsblatt, 20.6.2013, Euro-Zone einigt sich auf ESM-Bankenrettung 12) Spiegel online, Euro-Rettungsfonds ESM, Euro- Gruppe einigt sich auf Bankenhilfe light, 21. Juli 2013 13) Handelsblatt, 21. August 2013, „Noch keine Entwarnung“ Bestellen! Unter http://wien.arbeiterkammer. at/infobrief-bestellen können Sie den EU-Infobrief kostenlos bestellen. EU-Infobrief: Europa und Internationales in kritischer und sozialer Perspektive – kostenlos beziehen Im pr es su m : H er au sg eb er u nd M ed ie ni nh ab er : K am me r f ür A rb eit er u nd A ng es te llte fü r W ien , 1 04 0 W ien , P rin z E ug en S tra ss e 2 0- 22 • Re da kt io n: E lis ab et h Be er, É va D es se wf fy, Lu ka s O be rn do rfe r, Iri s S tru tzm an n No rb er t T em pl, V ale nt in We dl • K on ta kt : Lu ka s O be rn do rfe r ( luk as .o be rn do rfe r@ ak wi en .a t) La yo ut u nd S at z: Ju lia S te rn • Ve rla gs - u nd H er st el lu ng so rt : W ien • Er sc he in un gs w ei se : z we im on at lic h • K os te nl os e Be st el lu ng u nt er : h ttp :// wi en .a rb eit er ka m m er. at /e uin fo br ief Ed ito ria l Lie be Le se rin ! L ieb er Le se r! Vo r I hn en lie gt d op pe lt Ne ue s. D ur ch p ro fes sio ne lle s L ay ou t er sc he ine n wi r i n ne ue m G ew an d. Au ch in ha ltli ch h ab en w ir un s be m üh t, die in te rn at ion ale n Br en n- pu nk te d ur ch n eu e F or m at e b es se r zu fo ku ss ier en : L an gb eit rä ge al s Ra um fü r g ru nd leg en de A na lys en . Da m it sta rte n Ma rk us M ar te rb au er un d Lu ka s O be rn do rfe r. Er ste re r ze igt au f, da ss si m ult an es K on - so lid ier en d ie EU in d en n äc hs te n Ab sc hw un g fü hr en kö nn te . Z we ite re r se tzt si ch m it de m M on ti- Be ric ht – de m V er su ch ei ne s n eu en K on se ns es fü r e ine an ge bo tse itig e B inn en - m ar kt po liti k – au se ina nd er . P ro du k- tio n vo n Ko ns en s u nd D iss en s d ar in sp iel en B üc he r e ine w ich tig e R oll e. Da he r e rö ffn en w ir m it zw ei Re ze ns i- on en ei ne n eu e R ub rik : D ie Bu ch be - sp re ch un g. D ie be ka nn te n St är ke n un se re r Z eit sc hr ift b lei be n er ha l- te n: ak tu ell e T he m en in fo rm at iv & pr äg na nt au fb er eit et . D as ze ige n Eli sa be th B ee r, No rb er t T em pl, Ir is St ru tzm an n, W alt er S au er & S us an Le at he r m it ihr en B eit rä ge n zu In ve sti tio ns sc hu tza bk om m en , W ac hs tu m sh ind er nis se n, H an de ls- po liti k ( EU – K an ad a) u nd H IV /A ids . Eb en so se tzt C lau dia S ch ür z u ns er en Ch ina -S ch we rp un kt fo rt. D ies m al: W an de ra rb eit er In ne n. Ih r A K Re da kt ion ste am Se it Be gi nn d er F in an z- u nd W irt sc ha fts kr ise is t e s de r E U ge lu ng en , d ur ch p ra gm at isc he N ot fa llm aß na hm en d as Ba nk en sy ste m , d ie Ko nj un kt ur u nd d en M ar kt fü r S ta at ss ch uld - ve rs ch re ibu ng en zu st ab ilis ier en , j ed oc h sin d die g ru nd leg en de n Pr ob lem e nic ht b ew ält igt . Eu ro pa s W irt sc ha ft An e in er e nt sc he id en de n W eg ga be lu ng Di e we ite re K on ju nk tu re nt wi ck lun g hä ng t da vo n ab , ob d ie vo n As ien au sg eh en de n Au ftr ieb sk rä fte od er die D äm pf un g du rc h die s im ult an e Bu dg et ko ns oli die ru ng in de r E U stä r- ke r w irk en . D ie Be wä lti gu ng d er h o- he n St aa tss ch uld en b lei bt e in ze nt - ra les Th em a, fü r d es se n B ew ält igu ng un ko nv en tio ne lle A ns ät ze n ot we nd ig sin d. EU -W irt sc ha fts po lit ik sc ha fft St ab ili sie ru ng ? Di e w irt sc ha ftl ich e Kr ise h at in d er E ur op äis ch en U ni- on in d en le tzt en W oc he n ihr d rit te s St ad ium e rre ich t: ? Di e Kr ise g ing z un äc hs t in de n Ja hr en 2 00 7 un d 20 08 v on d en Fin an zm är kt en u nd B an ke n au s, da s we ltw eit e Fin an zs ys te m g e- rie t m eh rm als a n de n Ra nd d es Zu sa m m en br uc hs . ? Da du rc h wu rd e vo n Mi tte 2 00 8 bis M itt e 20 09 e in tie fe r E inb ru ch de r R ea lw irt sc ha ft au sg elö st. D as Br ut to inl an ds pr od uk t gin g 20 09 re al um 4 ,2 % zu rü ck , d ie sa iso n- be re ini gt e Za hl de r Ar be its los en sti eg v om T ief sta nd im F rü hj ah r 20 08 b is Ma i 2 01 0 vo n 16 M io au f 23 M io. ? Al s Fo lge d es d ur ch d en ? na nz - un d re alw irt sc ha ftl ich en E inb ru ch en tst an de ne n Au sfa lls a n St eu - er ein na hm en u nd d er z us ät zli - ch en S ta at sa us ga be n en tw ick elt e sic h ab d em F rü hj ah r 20 10 e ine St aa tss ch uld en kr ise . Di e EU -P oli tik h at d ie Kr ise nz eic he n in all en d re i S ta die n sp ät e rk an nt , sie h at – b ed ing t d ur ch la ng wi er ige En tsc he idu ng sp ro ze ss e, vo r all em ab er g ep rä gt d ur ch e in ne oli be ra les We ltb ild , d as d en M är kte n Ef? zie nz zu sp ric ht u nd st aa tli ch e Ein gr iff e fü r fa lsc h h ält – m it Zö ge rn un d Z au de rn re ag ier t. De nn oc h ist e s sc hli eß lic h in je de m S ta diu m d er K ris e ge lun - ge n, d ur ch N ot fa llm aß na hm en e ine St ab ilis ier un g zu e rre ich en : Eu ro pa s W irt sc ha ft 1 Di e fa kt isc he M ac ht m ult ina tio na ler U nt er ne hm en 6 W ac hs tu m sh em m nis se 9 An aly se d es M on ti- Be ric ht s 10 EU -K an ad a Ab ko m m en 15 Ch ina – Il leg ale im e ige ne n La nd 17 HI V/ Ai ds 18 Kr iti k de s K ap ita lis m us 20 Di e eu ro pä isc he C ha nc e 21 eu & int er na tio na l inf ob rie f Au sg ab e 3 | J un i 2 01 0 Au s d em In ha lt Im pr es su m: He rau sg eb er un d M ed ien inh ab er: Ka mm er für Ar be ite r u nd An ge ste llte fü r W ien , 1 04 0 W ien , P rin z E ug en St ras se 20 -22 • Re da kti on : E lisa be th Be er, Év a D ess ew ffy , L uk as Ob ern do rfe r, I ris St rut zm an n N orb ert Te mp l, V ale nti n W edl • Ko nta kt: Lu ka s O be rnd orf er (lu ka s.o be rnd orf er@ ak wie n.a t) La yo ut un d S atz : Ju lia Ste rn • V erl ag s- un d H ers tel lun gs ort : W ien • Ers ch ein un gs we ise : z we imo nat lich • Ko ste nlo se Be ste llu ng un ter : h ttp :// wie n.a rbe ite rka mm er. at/ eu inf ob rie f Ed ito ria l Li be Les eri n! Lie ber Le ser ! Vo r Ih ne n l ieg t d op pel t N eu es. Du rch pr ofe ssi on elle s L ayo ut ers che ine n w ir i n n eu em Ge wa nd . Au ch inh alt lich ha ben wi r u ns bem üh t, d ie i nte rna tio na len Br en n- pu nkt e d urc h n eu e F orm ate be sse r zu fok uss ier en : L an gb eit räg e a ls Ra um fü r g run dle gen de An aly sen . Da mi t s tar ten Ma rku s M art erb au er un d L uka s O ber nd orf er. Er ste rer zei gt au f, d ass sim ult an es Ko n- sol idie ren di e E U i n d en nä chs ten Ab sch wu ng fü hre n k ön nte . Z we ite rer set zt sic h m it d em Mo nti -Be rich t – dem Ve rsu ch ein es ne ue n K on sen ses für ein e a ng ebo tse itig e B i n en - ma rkt po litik – au sei na nd er. Pr od uk- tio n v on Ko nse ns un d D iss en s d ari n spi ele n B üch er ein e w ich tig e R olle . Da he r e röf fne n w ir m it z we i R eze nsi - on en ein e n eu Ru bri k: Die Bu chb e- spr ech un g. Die be kan nte n S tär ken un ser er Ze itsc hri ft b leib en er ha l- ten : a ktu elle Th en in for ma tiv & prä gn an t a ufb ere ite t. D as zei gen Elis abe th Be er, No rbe rt T em pl, Iri s Str utz ma nn , W alt er Sa ue r & Su san Lea the r m it i hre n B eit räg en zu Inv est itio nss chu tza bko mm en , Wa chs tum shi nd ern iss en , H an del s- po litik (E U – Ka na da) un d H IV/ Aid s. Eb en so set zt Cla ud ia S chü rz un ser en Ch ina -Sc hw erp un kt for t. D ies ma l: Wa n era rbe ite rIn ne n. Ihr AK Re dak tio nst eam Se it B eg inn de r F ina nz - u nd W irt sch aft sk ris e i st es de r E U g elu ng en , d urc h p rag ma tisc he No tfa llm aß na hm en da s Ba ken sys tem , d ie Ko nju nk tur un d d en Ma rkt fü r S taa tss chu ld- ver sch rei bu ng en zu st ab ilis ier en , je do ch sin d d ie gru nd leg en de n Pro ble me ni cht be wä ltig t. Eu rop as Wi rts cha ft An ei ne r e nts ch eid en de n We gg ab elu ng Die w eit ere K on jun ktu ren tw ick lun g hä ng t d avo n ab , o b die vo n Asi en au sge he nd en A uft rie bsk räf te od r die Dä mp fun g du rch d ie sim ult an e Bu dg etk on sol idie run g in de r E U s tär - ker wi rke n. Die Be wä ltig un g d er ho - he n S taa tss chu lde n b leib t e in zen t- ral es Th em a, für de sse n B ew ält igu ng un kon ven tio ne lle An sät ze no tw en dig sin d. EU -W irt sch aft sp oli tik sch aff t Sta bil isi eru ng ? D ie w irts cha ftli che Kri se ha t i n d er Eu r p äis che n U ni- on in de n l etz ten W och en ih r d ritt es Sta diu m err eic ht: ? Die K ris e gin g zun äch st in de n Jah ren 2 00 7 un d 20 08 vo n de n Fin an zm ärk ten u nd B an ken a us, da s elt we ite F ina nzs yst em g e- rie t m eh rm als an d en R an d de s Zu sam me nb ruc hs. ? Da du rch w urd e vo M itte 2 00 8 bis M itte 20 09 ein tie fer Ei nb ruc h de r R eal wir tsc ha ft a usg elö st. Da s Bru tto inla nd spr od uk t gin g 20 09 rea l u m 4,2 % zur ück , d ie sai son - be rei nig te Za hl de r A rbe itsl ose n stie g v om Ti efs tan d i m Frü hja hr 20 08 bi s M ai 20 10 vo n 1 6 M io au f 23 Mi o. ? A ls Fol ge d es du rch de n ? nan z- un d r eal wir tsc ha ftli che n E inb ruc h en tst an de ne n Au sfa lls an S teu - ere inn ah me n un d de r zus ätz li- che n S taa tsa usg ab en en tw ick elt e sic h a b d m Frü hja hr 20 10 ei ne Sta ats sch uld en kri se. Die EU -Po liti k h at die Kr ise nze ich en in alle n dre i S tad ien sp ät erk an nt, sie ha t – be din gt du rch la ng wie rig e En tsc he idu ng spr oze sse , vor a llem ab er ge prä gt du rch ei n n eol ibe ral es We ltb ild, da s d en Mä rkt en Ef? zie nz zus pri cht un d s taa tlic he Ei ng riff e f ür fal sch hä lt – m it Z ög ern un d Z au de rn rea gie rt. De nn och is t e s s chl ieß lich in jed em S tad ium de r K ris e g elu n- ge n, du rch N otf allm aß na hm en ei ne Sta bili sie run g z u e rre ich en : Eu rop as Wi rts cha ft 1 Die fa kti sch e M ach t mu ltin ati on ale r U nte rne hm en 6 Wa chs tum she mm nis se 9 An aly se de s M on ti-B eri cht s 10 EU -Ka na da Ab kom me n 15 Ch ina – Ille ga le im ei ge ne n L an d 17 HIV /Ai ds 18 Kri tik de s K ap ita lism us 20 Die eu rop äis che Ch an ce 21 eu& inte rna tion al info bri ef Au sga be 3 | J un i 2 010 Au s d em In ha lt Imp res sum : He rau sge ber un d M edie nin hab er: Kam mer für Arb eite r un d An ges tellt e fü r W ien, 104 0 W ien, Prin z Eu gen Str asse 20- 22 • Red akt ion : Eli sab eth Bee r, Év a De ssew ffy, Luk as O bern dorf er, I ris S trut zma nn N orbe rt Te mpl , Va lent in W edl • Ko nta kt: Luk as O bern dorf er ( luka s.ob ernd orfe r@a kwie n.at ) La you t un d S atz: Juli a St ern • Ve rlag s- u nd Her stel lun gso rt: W ien • Ers che inu ngs wei se: zwe imo natl ich • Kos ten lose Be stel lun g u nte r: h ttp: //wi en.a rbei terk amm er.a t/eu info brie f Edit oria l Lieb e Le seri n! L iebe r Le ser! Vor Ihne n lie gt d opp elt N eue s. Dur ch p rofe ssio nelle s La yo t ersc hein en w ir in neu em Gew and . Auc h in halt lich hab en w ir un s bem üht, die inte rnat iona len Bren n- pun kte durc h ne ue F orm ate bess er zu f oku ssie ren: Lan gbe iträg e al s Rau m fü r gr und lege n e Ana lyse n. Dam it st arte n M arku s Ma rter bau er und Luk as O b rn dorf er. E rste rer zeig t au f, da ss s imu ltan es K on- solid iere n di e EU in d e n ächs te Abs chw ung füh ren kön nte. Zw eite rer setz t sic h m it de m M onti -Ber icht – dem Ver such ein es n eue n Ko nsen ses für e ine ang ebo tseit ige Binn en- mar ktpo litik – au sein and er. P rodu k- tion von Kon sens u d Dis sens dar in spie len Büc her eine wic htig Rol le. Dah er e röffn en w ir m i zw ei R ezen si- one n ei ne n eue Rub rik: Die Buc hbe - spre ung . Die bek ann ten Stär ken unse rer Z eitsc hrift ble iben erh al- ten: akt uelle The men info rma tiv & präg nan t au fber eite t. D as z eige n Elisa beth Bee r, N orb rt Te mpl , Iri s Stru tzm ann , Wa lter Sau er & Sus an Leat her mit ihre n B iträg en z u I ve stiti onss chut zabk omm en, Wac hstu msh inde rnis sen, Han dels - polit ik (E U – Kan ada ) un d HI V/A ids. Ebe nso s tz t Cla udia Sch ürz unse ren Chin a-Sc hwe rpun kt fo rt. D iesm al: Wan dera rbei terI nne n. Ihr AK R eda ktio stea m Seit Be ginn der Fin anz - un d W irts cha ftsk rise ist es der EU gel ung en, durc h pr agm atis ch Notf allm aßn ahm en d as Ban ken syst em, di Kon junk tur und den Ma rkt f r St aats schu ld- vers chre ibun gen zu stab ilisie ren, jedo h si nd d ie g rund lege nde n Prob lem e ni cht bew ältig t. Euro pas Wirt scha ft A eine r en tsch eide nde n Weg gab elun g Die weit ere Kon junk ture ntw icklu ng hän gt d avo n a b, o b d ie v on Asie n ausg ehe nde n A uftr iebs kräf te ode r die Däm pfun g d urch die sim ulta ne Bud getk o so lidie rung in d er E U st är- ker wirk en. Die Bew ältig ung der ho- hen Sta atss chu lde ble ibt ein zent - rale s Th ema , für des sen B w ältig ung unk onv enti one lle A nsät ze n otw end ig sind . EU- Wir tsch afts poli tik sch afft Sta bilis ieru g ? Die wirt scha ftlic he Kris e h at i n d er E urop äisc h n Un i- on i n de n le tzte n W oche n ih r dr ittes Stad ium err eich t: ? D ie K rise gin g z unä chst in d n Jahr en 200 7 u nd 200 8 v o den Fina nzm ärkt en und Ban ken u s, das welt weit e F inan zsys tem ge - riet meh rm ls a n d en Ran d d es Zus amm enb ruch s. ? D adu rch wur de von Mi tte 200 8 bis Mitt e 20 09 e in ti efer Ein bruc h der Rea lwir tsch aft ausg elös t. D as Brut toin land spro duk t g ing 200 9 real um 4,2 % z urüc k, d ie s aiso n- bere inig te Z ahl der Arbe itslo sen stie g v om Tief stan d im Frü hjah r 200 8 bi s Ma i 20 10 v on 1 6 M io a uf 23 M io. ? A ls F olge des du rch den ?nan z- und rea lwir tsch aftli chen Ein bruc h ntst and ene n A usfa lls an Steu - erei nna hme n u nd der zusä tzli- chen Sta atsa usg abe n en twic kelt e sich ab de m F rühj ahr 201 0 e ine Staa tssc huld enk rise . Die EU- Polit ik h at ie K rise nzei chen in a llen dre i St adie n sp ät e rkan nt, sie hat – be ding t du rch lang wier ige Ents chei dun gsp roze sse, vo r a llem abe r ge präg t du rch ein neo libe rale s Welt bild, das den Mä rkte n Ef ?zie nz zusp rich t un d st aatl iche Ein griff e fü r falsc h hä lt – mit Zög ern und Zau dern reag iert. De nno ch i st e s sc hlie ßlich in j ede m S tadi um der Kris e g elun - gen , du rch Notf allm aßn ahm en eine Stab ilisie rung zu erre iche n: Euro pas Wirt scha ft 1 Die fakt isch e M acht mul tina tion aler Unt erne hme n 6 Wac hstu msh emm niss e 9 Ana lyse des Mo nti-B eric hts 10 EU- Kan ada Abk omm en 15 Chin a – Illeg ale im e igen en L and 17 HIV /Aid s 18 Krit ik d es K apit alism us 20 Die euro päis che Cha nce 21 eu& inter natio nal info brie f Aus gab e 3 | Ju ni 2 010 Aus dem Inh alt Impre ssum: Heraus geber und Me dienin haber: Kamme r für Ar beiter u nd Ange stellte f ür Wien , 1040 Wien, P rinz Eug en Stra sse 20- 22 • Redak tion: El isabeth Beer, É va Dess ewffy, L ukas Ob erndorf er, Iris Strutzm ann Nor bert Tem pl, Vale ntin We dl • Ko ntakt: Lukas O berndo rfer (lu kas.obe rndorfe r@akw ien.at) Layout und S atz: Jul ia Stern • Verla gs- un d Hers tellung sort: W ien • Ersche inungs weise: zweimo natlich • Koste nlose B estellu ng unt er: http ://wien .arbeite rkamm er.at/eu infobrie f Editori al Liebe L eserin! Lieber L eser! Vor Ihn en lie t doppel t Neues . Durch profess ion lles Layout erschei nen wir in neue m Gewa nd. Auc in haltlich hab wir uns bemüht , die int ernatio alen Br enn- unkte d urch ne ue Form ate bes ser zu foku ssi ren : Langb eiträge als Raum f ür grun dlegend e Analy sen. D mit s tarten M arkus M arterba uer und Luk as Ober ndorfer . Erster er zeigt au f, dass simulta nes Kon - solidier en die E U in de n nächs ten Abschw ung füh re kön nte. Zw eiterer setzt s ch mit d em Mon ti-Beric ht – dem Ve rsuch e ines ne ue Kon senses für eine angebo tseitige Binnen - marktp olitik – auseina nder. P roduk- tion von Konsen s und D iss ns d arin spielen Bücher eine wic htige R olle. Dah r e röffnen wir mit zwei R ezensi- onen ei e n ue Rubrik: Die Bu chbe- sprechu ng. Die bekann t Stä rken unserer Zeitsch rift bleib en erha l- ten: ak tuelle T hemen informa tiv & prägnan t aufbe reitet. D as z ige n Elisabet h Be r, Norbert T mpl, Iris Strutzm ann, W alter Sa uer & S usan Leather mit ihr en Beitr ägen zu Investit ionssch utzabko mmen, Wachst umshin derniss en, H n dels- politik ( EU – Ka nada) u nd HIV/ Aids. Ebenso setzt C lau ia S chürz u nseren China-S chwerp unkt fo rt. Di s al: Wander arbeiter Innen. Ihr AK Redakti onsteam Seit Be ginn d er Fina nz- un d Wirts chaftsk rise ist es der EU gelung en, dur ch prag matisc e Notfa llmaßn men da s Banken system , die Ko njunktu r und d n Markt für Sta atsschu ld- verschr eibunge n zu sta bilisiere n, jedo ch sind die gru ndlegen den Problem e nicht bewälti gt. Europa s Wirts chaft A ei er ents ch ide nden Weg a belung Die we itere K onjunkt urentw icklung hängt d von ab, ob die von Asie ausgeh enden Auftrieb skräfte oder die Däm pfung d urch di e simu ltane Budget konsoli dierung in der E U stär- ker wir ken. Di e Bewä ltigung der o- hen Sta atsschu lden bl eibt ein zent- rales Th ema, fü r desse n Bewä ltigung unkonv entione lle Ansä tz notw endig si d. EU-Wir tschaft spolitik sc hafft Stabili sierun g ? Die wirtsch aftliche hat in der Eu ropäisc hen Un i- o in d en letzt en Woc hen ihr drittes Stadium erreich t: ? Die Krise g ing zun ächst i n den Jahren 2007 u nd 20 8 von den Finanzm ärkten und Ba nken a us, das we ltweite Fi anzs ystem ge- rie me hrmals n den Rand d es Zus mm enbruch s. ? Dadu rch wu rde vo n Mitt 2008 bis Mitt e 2009 ein ie fer Einb ruch der R a lwirtsch aft aus gelöst. Das Bruttoin landspr od kt ging 2 009 real um 4,2% zurück, die sai son- ber inig te Zah l der A rbeitslo sen stieg v om Tie fstand im Früh jahr 2008 b is Mai 2 01 von 16 Mio auf 23 Mio. ? Als F olge de s durch den ? nanz- und rea lwirtsch aftliche n Einbr uch ents n denen Ausfalls an St eu- erei na hmen und de r zusä tzli- chen S t atsau sgaben entwic kelte sich ab dem F rühjahr 2010 eine Staatss chulden krise. Die EU- Politik h at die K risenze ichen in allen drei S tadien spät er kannt, sie hat – bedi ngt dur ch lang wierige Entsche idungsp rozesse , vor allem aber ge prägt d urch ei n neoli berales Weltbild , das d en Märk ten Ef? zienz zuspric ht und staatlic he Eing riffe für falsch h äl – mi t Zöger n und Z audern reagier t. Denn och ist es sch ließlich in jede m Stad ium de r Krise gelun- gen, du rch No tfallmaß nahmen eine Stabilis ierung zu erre ichen: Europa s Wirts chaft 1 Die fak tische M acht multina tionaler Untern ehmen 6 Wachst umshem mnisse 9 Analyse des Mo nti-Beri chts 10 EU-Kan ada Ab komme n 15 China – Illegale im eige nen Lan d 17 HIV/Aid s 18 Kritik d es Kapi talismu s 20 Die eur opäisch e Chan ce 21 eu& internat ional i fobri f Ausgab e 3 | Ju ni 2010 Aus de m Inha lt Impressum: Herausgeber und Medieninhaber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Strasse 20-22 • Redaktion: Elisabeth Beer, Éva Dessewffy, Lukas Oberndorfer, Iris Strutzmann Norbert Templ, Valentin Wedl • Kontakt: Lukas Oberndorfer (lukas.oberndorfer@akwien.at) Layout und Satz: Julia Stern • Verlags- und Herstellungsort: Wien • Erscheinungsweise: zweimonatlich • Kostenlose Bestellung unter: http://wien.arbeiterkammer.at/euinfobrief Editori l Lieb Leserin! Lieber Leser! Vor Ihnen liegt doppelt Neues. Durch professionelles L yout erschei en wir in neuem Gewand. Auc inhaltlich habe wir uns bemüht, die internatio alen Bren - punkte durch neue Formate besser zu fok ssieren: Langbeiträge als Raum für grundlegende Analysen. Damit starten Markus Marterbau r und Lukas Oberndorfer. Ersterer zeigt auf, dass simultanes Kon- solidieren die EU in den nächsten Abschwung führen könnte. Zweiterer setzt sich mit dem Monti-Bericht – d m Versuch eines neuen Konsenses für eine angebotseitige Bi en- marktpolitik – auseinander. Produk- tion von Konsens und Di sens darin spiele Büch r eine wichtige Roll . Daher eröffnen wir mit zwei Rezensi- onen eine neue Rubrik: Die Buchbe- sprech ng. Die bekannten Stärken unserer Zeitschrift bleiben erhal- n: aktuelle Th en informativ & prägnant aufber itet. Das zeigen Eli abeth Beer, Norbert Templ, Iris St ut mann, Walter Sauer & Susan Leather mit ihren B iträgen zu Investitionsschutzabkommen, Wachstumshindernissen, Handels- politik (EU – Kanada) und HIV/Aids. Ebenso setzt Clau ia Schürz unseren Chi a-Schwerpunkt fort. Diesmal: Wan erarbeiterInnen. Ihr AK Redaktionsteam Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise ist es der EU gelungen, durch pragmatische Notfallmaßnahmen das Ba ken system, die Konjunktur und den Markt für Staatsschuld- verschreibungen zu stabilisieren, j doch si d die grundlegenden Probleme nicht b wältigt. E ropas Wirtschaft A ei er entscheidenden Weg belung Die weitere Konjunkture twicklung hängt davon ab, ob die von Asien ausgehenden Auftriebskräfte od r die Dämpfung durch die simultane Budgetkonsolid erung in der EU tär- ker wirken. Die Bewältigu g der ho- hen Staatsschulden bleibt e n zent- rales Thema, für dess Bewältigung unkonventionell Ansätze notwendig sind. EU-Wirt chaftspolitik schafft Stabilisierung ? Die wirtschaftliche Krise hat in der Europäi chen Uni- on in den letzten Wochen ihr drittes Stadium erreicht: ? Die Krise ging zunächst in den Jahren 2007 und 2 08 von den Finanzmärkten und B nken aus, das weltweite Finanzsystem ge- riet mehrmals an den Rand des Zusammenbruchs. ? Dadurch wurde von Mitte 2008 bis Mitt 2009 e n tiefer Einbruch der Realwirtschaft ausgelöst. Das Bruttoinlandsprodukt ging 2009 real um 4,2% zurück, die saison- bereinigte Zahl der Arbeitslosen stieg vom Tiefstand im Frühjahr 2008 bis Mai 2010 von 16 Mio auf 23 Mio. ? Als Folge des durch den ?nanz- und realwirt chaftlichen Einbruch entstandenen Ausfalls an Steu- ereinnahmen und der zusätzli- chen Staatsausgaben entwickelte sich ab d m Frühjahr 2010 eine Staatsschuldenkrise. Die EU-Politik hat die Krisenzeichen in all drei Stadien spät erkannt, sie hat – bedingt durch langwierige Entscheidungsprozesse, vor allem aber geprägt durch ein neoliberales Weltbild, das den Märkten Ef?zienz zuspricht und staatliche Eingriffe für falsch hält – mit Zögern und Zaudern reagiert. D nnoch ist es schließlich in jedem Stadium der Krise gelun- gen, durch Notfallmaßnahmen eine Stabilisierung zu erreichen: Europas Wirtschaft 1 Die faktische Macht multinationaler Unternehmen 6 Wachstumshemmnisse 9 Analyse des Monti-Berichts 10 EU-Kanada Abkommen 15 China – Illegale im eigenen Land 17 HIV/Aids 18 Kritik des Kapitalismus 20 Die europäische Chance 21 u& internationali fobri f Au gabe 3 | Juni 2010 Aus dem Inhalt Der EU-Infobrief erscheint 5x jährlich im digitalen Format und liefert eine kritische Analyse der Entwicklungen auf europäischer und internationaler Ebene. Die Zeitschrift der Abteilung EU & Internationales der AK-Wien fokussiert dabei Themen an der Schnittstelle von Politik, Recht und Ökonomie. Anspruch ist nicht nur die Prozesse in den europäischen Institutionen zu beschreiben, sondern auch Alternativen zur Hegemonie des Neoliberalismus zu entwickeln. Kurze Artikel informieren in prägnanter Form über aktuelle Themen. Langbeiträge geben den Raum für grundlegende Analysen, Buchbesprechungen bieten eine kritische Übersicht einschlägiger Publikationen.