Im Rahmen der Energie- und Klimapolitik kommt der Steigerung der Energieeffizienz eine zentrale Rolle zu, denn sie trägt zu einem geringeren Energieverbrauch bei. Dies bedeu- tet nicht nur einen geringeren CO2-Ausstoß, sondern auch eine Verringerung der Importab- hängigkeit und damit eine Erhöhung der Ver- sorgungssicherheit. Ein effizienter Energieein- satz führt zu geringeren Energiekosten für pri- vate Haushalte, Gewerbe und insbesondere für die energieintensive Industrie. Energieeffizienzmaßnahmen reduzieren damit die Kosten und stärken so die Wettbewerbsfä- higkeit. Sie lösen gleichzeitig die Nachfrage nach adäquaten Angeboten zu technischen Lösungen und Dienstleistungen aus und füh- ren so zu Innovationen. Doch Investitionen in Energieeffizienzmaßnah- men liegen häufig nicht im Fokus des Unter- nehmensmanagements. Ein Grund dafür ist, dass die Amortisationszeiten solcher Investiti- onen oft länger sind als der sehr kurzfristig orientierte Managementhorizont von zwei bis drei Jahren. In Österreich versucht die Politik die Errei- chung der Energie- und Klimaziele bis 2020 bzw. 2030 mit dem Bundes-Energieeffizienz- gesetz 2 zu unterstützen. Der Kern der Bestim- mung: Seit 2015 werden Energielieferanten verpflichtet, Energieeffizienzmaßnahmen bei sich und den VerbraucherInnen zu setzen, die Energieeinsparungen in der Höhe von –0,6% ihrer jährlichen Absatzmenge bewirken. Anstatt immer mehr Steuergelder in Form von Förderungen auszuschütten, werden ordnungs- rechtliche Vorgaben eingesetzt. Das ist ein gu- ter Ansatz. Indem Energielieferanten Maßnah- men setzen müssen, wird privates Kapital mo- bilisiert, d.h. es wird investiert. Allerdings zu wenig. Denn die Anerkennung von Energieeffi- zienzmaßnahmen ist derzeit viel zu großzügig ausgestaltet. So werden etwa die Anschaffung von sparsamen Glühbirnen oder aufschraubba- ren Wasserdurchlaufbegrenzern als Maßnah- men angerechnet, selbst wenn sie gar nicht eingesetzt werden. Die Effizienzziele werden so zwar am Papier erreicht, in der Realität wird der Verbrauch aber wohl nicht im gewünschten Ausmaß sinken. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die „Nationale Energieeffizienz-Monitoring- stelle“ ein. Diese Stelle ist bei der Energieagen- tur angesiedelt und übernimmt im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, For- schung und Wirtschaft die Evaluierung und Be- wertung der Energieeffizienzmaßnahmen sowie das Controlling der verpflichteten Unterneh- men. Um ausreichend Investitionen auszulösen, die sicherstellen, dass die Energieeffizienzziele im