Primäres Ziel der AK-Erhebung ist ein Ver- gleich der Großhandelspreise von Strom und Gas mit den Energiearbeitspreisen 1 der öster- reichischen Strom- und Gaslieferanten für HaushaltskundInnen (die ausgewählten Strom- und Gaslieferanten finden sich im Anhang). Untersucht wurde, ob die – grundsätzlich be- rechtigte – Annahme, dass der reine Haus- halts-Energiearbeitspreis für Strom und Gas (der weder Grundpreis, noch Netzentgelte oder Umsatzsteuer etc. enthält) eine analoge Entwicklung zu den Großhandelspreisen auf- weist, auch einen empirischen Niederschlag findet. Im Energiepreis-Monitor wurden die Daten im Vergleichszeitraum Juli 2008 bis Februar 2017 analysiert. Dabei zeigt sich allerdings, dass sich ein Steigen der Großhandelspreise im Haushalts-Energiepreis deutlich stärker nieder- schlägt als Preissenkungen. Letztere werden offensichtlich nur zögerlich bzw. unzureichend an die Haushalte weitergegeben. Erst mit der Aktion „Energiekosten-Stop“ vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) und durch ein vermehrtes Auftreten von reinen Energiehan- delsunternehmen ist seit Mitte 2015 eine er- höhte Dynamik zu beobachten. Deutlich öfter wechseln Haushalte ihre Strom- und Gasan- bieter, und es sind häufiger Preisanpassungen für diese KundInnengruppe zu beobachten. Den Analyse-Daten liegen die Gas- und Strom- preisindizes der Österreichischen Energie- agentur sowie Erhebungen bei Energieanbie- tern zugrunde. Die Großhandelspreise für Strom und Gas sind grundsätzlich von hoher Volatilität geprägt. Nach einem deutlichen Preisauftrieb im Herbst 2008 sind der Strom- und Gas- Großhandelspreis relativ rasch wieder gesun- ken. Danach differenzierte sich jeweils die Ent- wicklung von Gas und Strom auf Großhandels- ebene, jedoch nicht auf Haushaltsebene. Die Strom-Großhandelspreise – gemäß dem Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) – stürzten nach dem kurzfristigen absoluten Hoch im Jänner 2009 (+18,1% im Vergleich zum Aus- gangswert Juli 2008) regelrecht ab und verharr- ten in der Folge auf verhältnismäßig niedrigem Niveau. Seit dem Zwischenhoch im Jänner 2012 (+13,1% gegenüber Jänner 2011 aber – 11,8% gegenüber Juli 2008) befanden sich die Strom-Großhandelspreise auf einer konstanten Talfahrt, welche im November 2016 ihren abso-