luten Tiefpunkt erreichte (–60,9% gegenüber Juli 2008). Seither stiegen die Strom-Groß- handelspreise marginal, und der aktuelle ÖSPI liegt nun um –56,8% unter dem Ausgangswert von Juli 2008 (Stand Februar 2017) 2 . Wie Abbildung 1 zeigt, sanken die Strom- Großhandelspreise im Vergleich zum Aus- gangswert im Juli 2008 deutlich, aber diese Preissenkungen wurden von keinem ausge- wählten Stromlieferanten zeitnah und nicht annähernd im selben Ausmaß an die Haus- haltskundInnen weitergegeben. Zwar senkten einige der Stromversorger ihre Energiepreise für HaushaltskundInnen, diese Preissenkungen erfolgten jedoch in deutlich geringerem Aus- maß als die Preissenkung auf Großhandels- ebene. Nach dem Hoch im Oktober 2008 erreichten die Gas-Großhandelspreise – gemäß dem Ös- terreichischen Gaspreisindex (ÖGPI) – im Juni 2009 einen relativen Tiefpunkt (–36,5% im Ver- gleich zum Ausgangswert Juli 2008) und ent- wickelten sich danach (mit deutlicher Verzöge- rung) ähnlich wie die Rohölpreise – mäßig, aber doch stetig steigend. Nach dem Zwi- schenhoch im März 2013 (+9,6% gegenüber Juli 2008) und dem darauffolgenden kurzfristi- gen Einbruch bis Juli 2013 um –18,2%, entwi- ckelte sich der Gas-Großhandelspreis von Herbst 2013 bis Ende 2014 verhältnismäßig stabil. Seit Beginn 2015 zeichnete der Gas- Großhandelspreis jedoch den massiven Rohöl- preisverfall nach und erreichte im Juni 2015 seinen absoluten Tiefpunkt (–60,1% gegenüber Juli 2008). Mitte 2015 hat die Österreichische Energie- agentur die Methodik zur Berechnung des ÖGPI, die sich stark an den langfristigen, öl- preisgebundenen Lieferverträgen orientierte, stark verändert und die bestehende Zeitreihe ab Juli 2015 nach der alten Methodik nicht mehr fortgesetzt. Begründet wurde dies mit der abnehmenden Bedeutung ölpreisindexierter Lieferverträge und der im Gegenzug zunehmen- den Bedeutung des Gasbörsepreises für Erd- gas-Einkäufe. Laut Energieagentur gewichtet der neue Index börsenbasierte Preise deutlich stärker. Die genaue Gewichtung der einzelnen Einflussfaktoren auf den neuen ÖGPI ist in den Ausführungen der Österreichischen Energie- agentur jedoch nicht angeführt. Daher kann nicht nachvollzogen werden, wie die neuen Indexwerte zustande kommen, und eine Ver- gleichbarkeit sowie Anbindung an den alten ÖGPI ist nicht mehr gegeben 3 . Die Werte des neu berechneten ÖGPI zeigen erst zeitversetzt (siehe Abbildung 2) und in we- niger starkem Ausmaß ab Juli 2015 einen sin- kenden Verlauf, welcher im Mai 2016 seinen vorläufigen Tiefpunkt erreichte. Der Gas- Großhandelspreis ist danach von Juni 2015 bis Mai 2016 gefallen (Ausmaß: –44,8%). Seit die- sem Zeitpunkt ist der Gas-Großhandelspreis wieder etwas angestiegen, und der aktuelle ÖGPI liegt nun erheblich unter dem Niveau von Juni 2015 (–20,1% – Stand Februar 2017). Während die beobachteten Preise der Gasliefe- ranten in der Regel die Preiserhöhungen auf Quellen: Preisblätter der Stromversorger, Österreichische Energieagentur (ÖSPI), AK-Berechnung