höchstem Maße intransparent (Es gibt bis zu sieben Indizes, die teilweise nicht einmal öf- fentlich zugänglich sind.). Überdies wird die- se „Preiserhöhungsklausel“ in den Allgemei- nen Geschäftsbedingungen (AGBs) oder Wärmelieferverträgen nur bedingt verständ- lich beschrieben. Intransparenz besteht aber auch bezüglich Energieverbrauch und Wärmekennzeichnung: Auf untersuchten Rechnungen fehlt eine Übersicht über den eigenen Energiever- brauch, auch im Vergleich zum Vorjahr – er ist also für KonsumentInnen nicht einschätz- bar. Ebenso fehlt die Information über die Wärmekennzeichnung, also ein Nachweis, aus welchen Primär-Energieträgern die Wär- me erzeugt wurde. Für Stromversorgungsun- ternehmen ist die Bereitstellung all dieser Informationen gesetzlich geregelt, sie finden sich auf jeder Strom-Jahresabrechnung. Ein weiteres Problemfeld: Geraten KundInnen in Zahlungsschwierigkeiten, kann das bei manchen Anbietern für sie extrem teuer wer- den (siehe Tabelle 2). Für einkommens- schwache Haushalte bedeutet dies oft schlichtweg ein Desaster. Mit steigender Zahl der Akteure steigt auch die Intransparenz (siehe dazu Beispiel in Ab- bildung 2): Neben den an sich schon kompli- ziert zu errechnenden Wärmekosten – inklusi- ve der bereits oben erwähnten Preisgleitklau- seln – kommen dann noch zahlreiche Kosten- positionen „beauftragter Dritter“ für Messleis- tung, Erstellung der Rechnung etc. sowie Kos- ten für die Dienstleistung des Wärmeabgebers hinzu. Die Folge: Die Ermittlung der Gesamt- kosten für Heizung und Warmwasser ist für die/ den Einzelne/n gar nicht möglich. Außerdem besteht bei zwischengeschalteten Dritten zu- sätzlich die Gefahr der Doppelverrechnung von Kosten. Ein besonderes Problem stellt das sogenannte „Wärme-Contracting“ dar. Anwendung kann dieses Vertragsmodell sowohl bei hausinterner Wärmeversorgung durch einen gewerblichen Wärmeerzeuger als auch bei Nah- und Fern- wärmebezug finden. Das Heizkostenabrech- nungsgesetz (HeizKG) verbietet bei solchen Konstellationen nicht ausdrücklich, dass die Errichtungskosten der Heizanlage oder Überga- bestation in den laufenden Heizkosten verrech- net werden. Daher nutzen viele Bauträger die- ses Contracting-Modell, um die Wohnungen günstig am Markt anzubieten. Die Errichtungs- kosten für die Heizanlage oder Übergabestation bezahlen die MieterInnen oder KäuferInnen dann später in den laufenden, völlig intranspa- renten Heizkosten – und dadurch steigen für diese Unternehmen auch die Gewinnspannen, wenn in die laufenden Rechnungen mehr als die alleinigen Errichtungskosten eingepreist wird. Ein Aussteigen aus Verträgen bzw. ein Wechsel des Heizungssystems ist für VerbraucherInnen technisch und/oder rechtlich oft nicht möglich,