zwei Drittel der Wohnstandorte im näheren Einzugsbereich der Bahnstationen (also unter drei Kilo- meter) befinden. Aus Sicht der Arbeitsorte sind es sogar fast drei Viertel, was mit der Tatsache be- gründbar ist, dass als Arbeitsort überwiegend Wien im Zentrum steht. Von ihrem Wohnort sind damit für fast 80.000 potenzielle Bahn-Pendler/-innen gute Fuß- und Radwege zur Bahnhaltestelle eine enorm wesentliche Voraussetzung. Immerhin fast 44.000 Pendler/-innen müssen Distanzen bis zu neun Kilometern zur nächsten Bahnhaltestelle überwinden und brauchen dazu gut abgestimmte Zubringerbusse bzw. Park and Ride Anlagen zur Kombination von Pkw- und Bahn-Nutzung. Abbildung 1: Vergleich Wiener Kordonerhebung 2008 und Bahnpendler/-innenpotenzial Großer Nachholbedarf bei der Kombination Rad und Bahn Damit wird klar, dass ein guter Teil der potenziellen und auch tatsächlichen Bahnpendler/-innen sowohl auf gute Fußweg- als auch auf optimale Radinfrastrukturen und Radabstellanlagen an den Bahnhöfen angewiesen ist. Für die Arbeitswege zur Bahn nutzen derzeit rund 10 Prozent das Fahr- rad. Die Analysen der TU ergeben, dass gegenüber dem aktuellen Stand zur Erreichung eines 20 Prozent Anteils die Errichtung von zusätzlichen, hochqualitativen Fahrradabstellplätzen notwendig ist. Dies bis zu einem Ausmaß um das Doppelte der aktuell verfügbaren Stellplätze – in Summe fehlen damit in der Ostregion rund 17.300 Fahrrad-Stellplätze an den Bahnhöfen und Haltestellen. Entscheidender Faktor: Am ÖV ausgerichtete Wohn- und Betriebsansiedlungen An der Süd- und der Westachse, sowie der Pressburgerbahn und der Kaiser-Franz-Josefs-Achse wohnen rund zwei Drittel der Pendler/-innen im Nahebereich von den Bahnhöfen entfernt und kön- nen diese zu Fuß oder mit dem Rad erreichen. Ganz anders sieht es an der Marchegger Ostbahn aus, hier sind es nicht einmal 40 Prozent. Auch an der Mattersburgerbahn, der Pottendorfer Achse und der Inneren Aspangbahn sind es weniger als die Hälfte der Pendler/-innen, die im Einzugsbe- reich von unter drei Kilometern an den Bahnhaltestellen wohnen. Bei den Pendelwegen mit der Bahn spielt aber nicht nur die Situierung der Wohnstandorte eine Rolle, sondern auch wie gut die Grafik: Fielhauer