Veranschaulicht wird auch die geographische Verteilung und die Anzahl des gewichteten Pendlerpo- tenzials, die abseits der Bahnachsen wohnen und damit einen erschwerten Zugang zum ÖV haben (gewichtetes Pendlerpotenzial an den Bahnachsen + gewichtetes Pendlerpotenzial abseits der Bah- nachsen = Gesamtzahl von rund 155.000). In Summe werden in diesem ersten Teil der Studie sowohl die Einpendler/-innen nach Wien, als auch die Auspendler/-innenströme aus Wien nach Niederösterreich und in das Burgenland darge- stellt. Da diese Pendler/-innen Mitglieder der AKNÖ bzw. der AK-Bgld sind, wurde die Studie in Ko- operation der drei Arbeiterkammern Wien, Niederösterreich und Burgenland durchgeführt. Zusätzlich zu den Potenzialen je Bahnachse wurden die Wege zwischen Wohn- und Arbeitsort auf das Eisenbahnnetz umgelegt. Mittels Potenzialbelastungen wurde ermittelt, welche Durchbindungen durch den Hauptbahnhof Bahnsteige 3 bis 12 (Hbf. Bahnsteig 03-12) sinnvoll erscheinen und ob eine Durchbindung der Pottendorferlinie über den Hauptbahnhof Bahnsteig 1 und 2 (Hbf. Bahnsteig 01-02) auf die S-Bahn-Stammstrecke argumentierbar ist. Um die Auswertung angebotsorientierter gestalten zu können, wurden Bahnachsen definiert, wie in Tabelle 1 dargestellt. Abbildung 2 veranschaulicht im Untersuchungsgebiet die Haltestellen- und Streckenzuordnung zu den Bahnachsen. Von der grünen Westachse (1) bis zur dunkelorangen Franz-Josefs-Bahn (14), der rote S-Bahn-Kern (15) ist großteils von den Haltestellenpunkten ver- deckt. Nr. Bahnachse Name Bahnachse 1 Westachse 2 Südachse 3 Äußere Aspangbahn 4 Innere Aspangbahn 5 Mattersburgerbahn 6 Pottendorfer Achse 7 Pannonia Bahn 8 Ostachse 9 Pressburgerbahn 10 Marchegger Ostbahn 11 Nordachse 12 Laaer Ostachse 13 Nordwestbahn 14 KFJ-Achse 15 S-Bahn-Kern 0 Außerhalb der Potenzialflächen Tabelle 1: Zusammenfassung der Haltestellen und Strecken nach Bahnachsen