auf knapp weniger als 18.000 aus Wohnortsicht und etwas mehr als 20.000 aus Betriebssicht. Inte- ressant ist, dass die gewichteten Pendlerpotenziale aus Betriebssicht größer sind als jene aus Woh- nortssicht. Das heißt an den Haltestellen der Westachse arbeiten mehr Ein- und Auspendler/-innen, als an ihr wohnen. Im Vergleich sind die Potenziale an der Westachse aus Wohnortssicht um rund 25 Prozent bzw. rund 5.800 tägliche Pendler/-innen geringer als an der Südachse. Bei den Arbeits- plätzen im Einzugsbereich der Bahn zeigt sich, dass hier die Unterschiede zur Südbahn, mit rund 3.100 Pendler/-innen weniger, geringer ausfallen. Betrachtet man die Gesamtzahl von 37.700 ge- wichteten Pendler/-innen so liegt die Westachse im Gesamtaufkommen hinter dem S-Bahn-Kern mit über 57.300 und der Südachse mit über 46.600 an dritter Stelle. Personen im Einzugsbereich Gewichtetes Pendlerpotenzial Anteil SLOW und MIV [%] SLOW Wohnort 15.765 11.591,7 66 MIV Wohnort 24.370 6.048,5 34 Summe Wohnort 40.135 17.640 100 SLOW Arbeitsort 19.208 14.869,6 74,0 MIV Arbeitsort 25.679 5.229,3 26,0 Summe Arbeitsort 44.887 20.099 100 Tabelle 6: Westachse – Überblick über Personen und gewichtete Pendlerpotenziale in Pkw- und Fahrraddistanz gewichtete Pendlerpotenziale am Wohnort Nicht berücksichtigt sind bei diesen Potenzialberechnungen, wie oben erläutert, die Ziele und Rou- ten. Auffallend ist, dass die gewichteten Pendlerpotenziale vor allem im Nahbereich der Haltestellen besonders hoch sind. So wohnen zwei Drittel der Arbeitnehmer/-innen in Raddistanz von den Bahn- haltestellen entfernt, bei den Betriebszielen sind es immerhin drei Viertel. Gerade bei den Haltestel- len in der Region sind jedoch drei Kilometer eine besonders große Hürde für Auspendler/-innen. Aus Wohnortssicht sind die stärksten Haltestellen der Westachse der Westbahnhof sowie Hütteldorf in Wien, gefolgt von Tullnerbach-Pressbaum. Alleine an diesen drei Haltestellen wohnen rund 48 Prozent des gesamten Wohnorts-Potenzials an der Westachse. Tabelle 7 gibt die 20 stärksten Haltestellen wieder, an diesen wohnen in Summe rund 80 Prozent der potenziellen Aus- bzw. Einpendler. Im Durchschnitt sind auch bei diesen Haltestellen die ge- wichteten Pendlerpotenziale in den nahen Distanzen am größten. Es zeigen sich aber auch lokal sehr starke Unterschiede. So zeigt sich, dass in Tullnerfeld, Furth-Palt und Unteroberndorf die ge- wichteten Pendlerpotenziale im Nahbereich besonders gering sind und eher durch die Einzugsdis- tanzen mit dem Pkw zustande kommen. Hier ist unter Umständen denkbar, dass durch entspre- chende Siedlungsentwicklung noch Potenziale im Nahbereich entwickelt werden können. Werte von 85 bis zu 100 Prozent der gewichteten Pendlerpotenziale im Nahbereich haben die Haltestellen Unterpurkersdorf, Dürrwien, Purkersdorf b. Wien Sanatorium, Wien Penzing. Aber auch Amstetten sticht hier besonders hervor.