Pendeln in der Ostregion – Potenziale für die Bahn 156 Arbeiterkammer Wien Routen heraus, die den Hbf. Bahnsteig 03-12 berühren (Abbildung 43 und Abbildung 44), so zeigen sich die am stärksten belasteten Abschnitte: Südbahn in Wien (5.850), Ostbahn bis Kledering (7.630) und der Ostbahnast über die Donau (1.947). Filtert man die Routen heraus, die die Potten- dorfer Linie und den Hauptbahnhof Bahnsteig 01-02 berühren, so ergeben sich maximale Belastun- gen von 2.971 westlich des Hauptbahnhofs (Abbildung 46). Die ermittelten Werte und räumlichen Zusammenhänge legen im Rahmen der getroffenen Annah- men und der verwendeten Methode folgende Durchbindungen im Raum Wien nahe (siehe auch Abbildung 48): Südbahn ?? Hbf. Bahnsteig 03-12 ?? Ostbahn/Pressburgerbahn/Nordbahn (1). S-Bahn-Stammstrecke ?? Pottendorfer Linie (3). Die gPP-Werte sind hier deutlich kleiner als auf der Durchbindungsrelation Südbahn – Ostbahn, erreichen aber dennoch einen maximalen Wert von 2.971. Und zusätzlich ein Lückenschluss des S-Bahn-Ringes (3): Wien Speising ?? Donauländebahn ?? Wien Kaisererbersdorf ?? Freudenauer Hafenbrücke ?? Wien Praterkai ?? Wien Han- delskai 11-12. Hier sind auch im Vergleich zu anderen Netzabschnitten beachtliche gPP-Werte (d.h. Potenzialwerte von täglichen Pendler/-innen) von 4.700 bis 6.860 anzutreffen – gut doppelt so groß wie die Potenzialbelastung der Pottendorferliniendurchbindung. Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass die Inbetriebnahme des Hauptbahnhofes Mög- lichkeiten zur Durchbindung von Zugsverkehren eröffnet, die signifikanten Werten an gewichteten Pendlerpotenzialen aus der Pendlerstandortuntersuchung entgegenkommen würden und die im Bestandsfahrplan noch nicht vorhanden sind.