Aus dem Ausland 303DRdA ? 3/2009 ? Juni der Einleitung zutreffend darauf hin, dass zwischen Dienst- vertrag, freiem Dienstvertrag und Werkvertrag keine echte Wahlmöglichkeit besteht, und arbeitet im „allgemeinen Teil“ auch die wichtigsten Abgrenzungskriterien korrekt heraus. Der Aufbau der Publikation suggeriert aber doch wieder, dass der rechtliche Rahmen für die Inanspruchnahme von Dienst- leistungen weitgehend disponibel sei. In dieses Bild passt dann auch der an sich natürlich nützliche Abdruck von (in der Sache durchaus ebenfalls auf die jeweils richtigen Kriterien abstellenden) Musterverträgen am Ende des Bandes. Die von Freudhofmeier hier gebotene Information erweist sich damit als sachlich meist zutreffend, ist angenehm lesbar und dennoch – von einigen Verkürzungen abgesehen – auch auf einem ansprechenden juristischen Niveau. Wer ganz rasch und vor allem mit einem Querschnitt von Arbeits-, SV- und Steuerrecht eine erste Orientierung sucht, wird sie im vorliegenden Ratgeber vielfach finden. Um ein Werk, das den Titel „Fachbuch Recht“ verdient, wie es der Einband verspricht, handelt es sich freilich nicht. WAlter J. Pfeil (sAlZburg) Neumann Abfertigung neu für Selbständige Manz Verlag, Wien 2008, XXVIII, 134 Seiten, broschiert, € 34,– Durch die Novelle BGBl I 2007/102 wurde das Betrieb- liche Mitarbeitervorsorgegesetz (BMVG) sehr weitreichend novelliert. Es wurde einerseits in „Betriebliches Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz“ (BMSVG) umgetauft und andererseits wurde neben anderen wesentlichen Verände- rungen auch die Selbständigenvorsorge eingeführt. Diesem neuen Spezialbereich widmet sich das vorliegende Buch. Dieses Buch gibt einen ausführlichen Überblick über die- ses neue Vorsorgeprodukt für alle Selbständigen. Die Rege- lungen sind berufsgruppenspezifisch (Gewerbetreibende, Neue Selbständige, Land- und Forstwirte, Ärzte, Wirtschafts- treuhänder, Rechtsanwälte, Ziviltechniker, Notare, Apotheker, Tierärzte und Patentanwälte) aufgegliedert. Es besteht eine Schwerpunktsetzung für praxisrelevante Bereiche, wie Bei- trags- und Leistungsrecht der Selbständigenvorsorge. Es sind auch zahlreiche Beispiele und Tipps enthalten, welche die komplexen Regelungen veranschaulichen. Abschließend sind auch Beispiele zur Berechnung der Höhe der zu erwar- tenden Selbständigenvorsorge enthalten. Mit diesem gelungenen Werk wird den sich für die Selb- ständigenvorsorge Interessierten ein sehr guter Überblick über die damit verbundenen Problemstellungen und prak- tischen Lösungsmöglichkeiten geboten, sodass es dem an Abfertigung neu interessierten Leserkreis sehr zu empfehlen ist. klAus mAyr (linZ) Mengel Erfolgs- und leistungsorientierte Vergütung 5. Auflage, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2008, 214 Seiten, kartoniert, € 30,70 Die Autorin, Anja Mengel, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Berlin, hat den Versuch unternommen, den gesetzlich nicht konkret geregelten Bereich der „variablen Vergütung“ kompakt und doch ausführlich zu beleuchten. Dabei orien- tiert sie sich vor allem an der konkreten Rspr der deutschen Arbeitsgerichte – insofern fügt sich das Buch gut in die Reihe „Arbeitsrecht in der betrieblichen Praxis“. In den vergangenen Jahren haben leistungs- und gewinn- bezogene Vergütungen einen wahren „Boom“ erlebt. Immer mehr Unternehmen bieten ihren MitarbeiterInnen zielver- einbarungsgestützte Boni und MitarbeiterInnenbeteiligungen inklusive Aktienoptionen. Um die vielen Fragen zu diesem Thema – gerade bei der konkreten Vertragsgestaltung – zu beantworten, bietet das Buch zunächst einen vollständigen Überblick sämtlicher Vergütungstypen: Gratifikation, Bonus, Prämie, Tantieme, Provision, Akkordlohn, MitarbeiterInnen- beteiligung und -aktien sowie Aktienoptionen. Auch die Rechtsgrundlagen der erfolgs- und leistungs- orientierten Vergütung werden ausgeführt. Dabei arbeitet man sich aufbauend vom Arbeitsvertrag über die Betriebs- vereinbarung und den Tarifvertrag bis zur erstmaligen Ein- führung einer Sondervergütung sowie zur Ablöse bisheriger Vergütungsmodelle vor. Auf rund 40 Seiten informiert die Autorin über Grundsätzliches und Spezielles, erläutert die Rechtsgrundlagen, blickt auf die aktuelle Rspr, führt Ent- scheidungen an, verweist auf die gesetzten Mindestnormen und beschreibt die Tücken der Materie bei der Einführung neuer Vergütungsmodelle. Besonderes Augenmerk widmet die Rechtsanwältin den „Grenzen der Vertragsgestaltung“. In diesem Abschnitt des Buches wird anhand der Rspr und mit zahlreichen Praxis- beispielen auf konkrete Probleme der Materie eingegangen. Das Informationsspektrum reicht dabei vom arbeitsrechtli- chen Gleichbehandlungsgrundsatz, den Änderungsvorbehal- ten und leistungsorientierten Klauseln über das Thema der erfolgs- und leistungsorientierten Vergütung beim Betriebs- übergang bis zur Teilbefristung. Die letzten Teile des Buches widmen sich besonde- ren Aspekten der Vertragsgestaltung, der Beendigung von erfolgs- und leistungsorientierten Vergütungen, mitbestim- mungsrechtlichen Fragen und relevanten Teilen des Sozial- versicherungs-(SV-) und Steuerrechts. Gerade für die Perso- nalabteilungen von deutschen Unternehmen kann das Buch eine praktische Hilfestellung bei der konkreten Vertragsge- staltung von arbeitsrechtlichen Sonderleistungen sein und mithelfen, Prozesse zu vermeiden. Dabei sind es gerade auch die Ergänzungen um SV- und Steuerrecht, die Klausel- vorschläge und die zahlreichen Praxisbeispiele, die das Buch zu einer wertvollen Informationsquelle rund um eine heikle Rechtsmaterie machen. gerAld strobel (Wien) Schön/Sperlich/Neumann/Somlyay Betreuung daheim – Schritt für Schritt zur legalen Pflege Manz-Verlag, Wien 2008, 260 Seiten, broschiert, € 18,80 Pflege und Betreuung sind in den letzten Jahren wieder stärker in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen und auch juristischen Interesses gerückt. Das liegt freilich weniger an der demographischen Entwicklung, die immer mehr ältere (und damit auch tendenziell in höherem Maße pflege- und betreuungsbedürftige) Menschen erwarten lässt, und nur zT an den gerade damit verbundenen Problemen der Finan- zierung eines bedarfsgerechten und für die Einzelnen auch leistbaren Systems. Die Diskussion hat sich vielmehr auf die „24-Stunden-Betreuung“ und die Notwendigkeit einer Legali- Neue Bücher