21 europäischer Verwaltung, der mit dem Regulierungsrecht (etwa im Bereich des Energie- oder Telekommunikationsrechts) vergleichbar ist.45 Für die damit verbundenen nationalen Datenschutzbehörden bedeutet dies eine stärkere Entkoppelung von nationalen Strukturen (und damit auch von nationaler demokratischer Legitimation) hin zu einer Agentur-ähnlichen Ausgestaltung, die stärker an europäische Organisationseinheiten gekoppelt ist. In Hinblick auf die Rechtssetzung Privater entsteht durch die Datenschutz-GrundVO ein wesentlich größerer Handlungsspielraum, der sich im Akteur des Datenschutzbeauftragten manifestiert. So begrüßenswert die Einführung eines verpflichtenden betrieblichen Datenschutzbeauftragten anzusehen ist, so hoch ist auch das Risiko, dass damit effektiver Datenschutz erschwert wird. Die weitere Stärkung der nationalen Datenschutzbehörden, die es ermöglichen effektive Kontrollen durchzuführen, sowie die institutionelle Koppelung staatlichen und betrieblichen Datenschutzes stellen strukturelle Voraussetzungen für die rechtsstaatliche Kontrolle aber auch die Legitimation des Datenschutzrechtes dar. Damit verbunden sind insbesondere auch verfahrensrechtliche Transparenz und die notwendige Ausgestaltung von Rechtsakten erforderlich, um die Kontrolle des rechtlichen Rahmens zu gewährleisten. 45 Siehe grundlegend zur Schnittstelle des Datenschutz- und des europäischen Wirtschaftsrechts, Lachmayer, Datenschutzrecht als Öffentliches Wirtschaftsrecht, in: Jahnel (Hrsg), Jahrbuch Datenschutzrecht und E-Government 13 (2013) 9.