wien.arbeiterkammer.at/meinestadt AK Stadt · Seite 2 R o lls pl it t Öffentlicher Raum ist begrenzt, er lässt sich nicht vermehren. Vertei- lungskonflikte sind pro- grammiert. Im Rahmen ihres Schwerpunkts „Wien wächst“ hielt die AK Wien am 24. November eine Stadttagung zum Thema „Öffentlicher Raum – Die Stadt als Vertei- lungsfrage“ ab. Die Keynotes referierten Andrej Holm von der Humboldt Universität Berlin und Thomas Ritt, Leiter der Abteilung Kommunalpo- litik in der AK Wien. Weitere Beiträge lieferten ExpertInnen wie Sabine Knierbein, Sibylla Zech (beide TU Wien), Gabu Heindl (GABU Heindl Architektur), Judith Wittrich, Katharina Hammer und Christian Pichler (alle AK Wien). Öffentlicher Raum sollte mindestens zur Hälfte nicht-kommerzieller Nutzung vorbehalten sein. Doch es gibt unterschiedlichste Begehrlichkeiten, die einander entgegen stehen: etwa Straßenverkehr, Schanigärten oder Grätzltreffpunkte für AnwohnerInnen. Bei bestimmten Projekten im öffentlichen Raum sind BürgerInnen zur Beteiligung eingeladen. Freilich engagieren sich eher Gebildete. Ziel sollte es sein, auch jene Gruppen einzubinden, die es bei der Teilhabe schwerhaben. Materialien dieser Tagung sind auf www.akwien.at/ meinestadt zu finden. Der Tagungsband erscheint 2016. Vorbestellungen unter: stadt@akwien.at BEGEHRTER ÖFFENTLICHER RAUM Wien wächst – zwar nicht an Fläche, aber an Einwohne- rInnen. Die damit verbundenen Probleme untersuchte die AK Stadt tagung „Wien wächst – Öffentlicher Raum.“ Impressum: Medieninhaber und Herausgeber AK Wien, Prinz-Eugen-Straße 20–22, 1040 Wien E-Mail stadt@akwien.at Telefon 01/501 65 – 3047 Redak tion Mag Thomas Ritt (Leitung), Mag Christian Resei, Jakob Fielhauer MitarbeiterInnen dieser Ausgabe Maga Martha Eckl, Mag.a Ulrike Gollonitsch-Gehmacher, Maga Caroline Krammer, Dr Gernot Mitter, DI Christian Pichler, Diin Judith Wittrich Redaktionssekretariat: Alina Andritsch 01/501 65-3047 Konzeption und Produktion Jakob Fielhauer, www.fielhauer.at Coverfoto © tony4urban – fotolia.de, Montage: JF Druck und Herstellung Martinidruck- und VerlagsgmbH/Remaprint ISSN 2227-9415 Offen- legung gemäß Mediengesetz, Par. 25 wien.arbeiterkammer.at/impressum.htm; AK Stadt thematisiert relevante Kommunal themen für Wiener ArbeitnehmerInnen. In der AK Stadt ver öffentlichte Artikel müssen nicht notwendi gerweise die Meinung der AK Wien wiedergeben. Sagen Sie uns Ihre Meinung, Sie erreichen uns unter stadt@akwien.at KALT WARM Mutig an die Arbeit Im neuen Wiener Regierungs- programm werden explizit Herausforderungen wie „Wien wächst“ oder Integration ange- sprochen. Schon während eines Asylverfahrens soll Deutsch erlernt werden, die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen möchte die Stadt erleichtern. Ebenso wird die Wohnbau offensive mit 10.000 neuen Wohnungen pro Jahr erwähnt, in Brennpunktschulen soll mehr Geld investiert und die Frühförderung ausgebaut werden. Auch die in Zukunft modernisierte Zusammenarbeit zwischen den Bezirken und der Gemeinde ist positiv zu werten. Ferner wird die Einführung einer Halbjahreskarte für Öffis geprüft. Dem Mut fehlt die Substanz Zwar hat dieses Regierungspro- gramm den zweifachen Umfang des Vorgängers, doch der überwiegende Teil ist unkonkret formuliert. Der Bau von 10.000 neuen Wohnungen pro Jahr klingt vielversprechend, weitere Details fehlen aber. Die Entwicklung einer Widmungskategorie geförderter Wohnbau wird erwähnt, es bleibt jedoch bei der oberflächlichen Absichtserklärung. Tatsächliche Maßnahmen lassen beide Punkte vermissen. Außerdem sind bei den meisten angesprochenen Themen weder Zeitvorgaben noch konkrete Pläne zu finden. Leider fehlt überhaupt eine ins- titutionelle Neuordnung der regi- onalen Verkehrsstrategie über Wiens Grenzen hinaus. Fo to : A K W ie n/ Li si S pe ch t ( 1) , m ila m on 0 – fo to lia .d e, E rw in S ch uh (2 ), A rg os /C at er s N ew s, m er cu ry p re ss Bemerkenswert: Rudi Kaske, AK Präsident „Eine Bestbietervergabe im Baubereich ist ein wichtiger Schritt. Es ist aber höchste Zeit für ein Bestbieterprinzip bei allen öffentlichen Aufträgen.“ Werden in Zukunft öffentliche Bauten ausgeschrieben, bekommt nicht der Billigstbieter sondern der Bestbieter den Zuschlag. Diese berücksichtigen auch soziale Kriterien wie etwa die Ausbildung von Lehrlingen.