wien.arbeiterkammer.at AK Stadt · Seite 14 Zusammengefasst Bei der Renovierung der Großwohnanlage Hauff- gasse in Simmering berück- sichtigt die BWSG nicht nur die thermische Sanierung, sondern schafft auch zusätzlich 79 Dachwohnun- gen. Bei der Planung des Projektes werden die BewohnerInnen von Anfang an miteinbezogen. Ein E-Carsharing-System schafft einen zusätzlichen Nutzen für die MieterInnen. Mehr als 46 Mio Euro werden bis 2021 in die smarte Aufwertung des Gebiets Simmering Nordwest, in dem rund 21.000 WienerInnen leben, investiert. Über sieben Mio davon kommen von dem EU-Projekt „Smarter Together – gemeinsam g’scheiter“. Dadurch werden in Simmering Nordwest insgesamt sechs Mio kWh jährlich an Energie und 550 Tonnen CO2 eingespart werden. 900 Arbeitsplätze werden gesichert oder zum Teil neu geschaffen. Die Sanierung der Großwohnanlage Hauffgasse 37-47 ist ein Teil dieser EU-Initiative. Dort hat die BWGS viele smarte Lösungen umgesetzt. Die BewohnerInnen können so jährlich bis zu 400 Euro Heizkosten sparen. Bei der umfas- senden Sanierung wird die Wohnqualität verbessert, sowie 79 neue Dachgeschoß- wohnungen werden gebaut. Die gesamte Wohnqualität erhöhen Die Heizkosten zu senken ist relativ einfach und wird von der BWSG fast immer im Zuge einer Sanierung durchgeführt. Viel komple- xer ist das Thema der Wohnqualität. Sie hängt unter anderem sehr stark von der individuellen Lebenssituation ab. Unter dem Stichwort altersgerechtes Wohnen sollte nicht nur die Barrierefreiheit bedacht wer- den. Studierende beispielweise haben ganz andere Ansprüche als eine Jungfamilie, aber vielleicht ähnliche wie ein/e Pensionis- tIn. Altersgerechtes und flexibles Wohnen steht bei uns im Fokus der Überlegungen im Zuge einer Nachverdichtung. Das Nachverdichtungspotential wird in der BWSG in einem ersten Schritt durch Auf- NACHVERDICHTUNG IN DER PRAXIS Kommunikation macht den Erfolg Die Wohnanlage Hauffgasse 37–47 ist in die Jahre gekommen und braucht mehr als einen neuen Verputz. Wie smarte Lösungen gefunden wurden, zeigt die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft BWSG. Von Wilhelm Haberzettl stockungen bzw Dachausbauten umge- setzt, Grünflächen bleiben weitestgehend unverändert. In Wien gibt es je nach Quelle einen zusätzli- chen Wohnungsbedarf von 15 –25.000 Woh- nungen jährlich. Das entspricht etwa der gesamten Seestadt Aspern. Diese enorme Anzahl kann nur gemeinsam durch öffentli- che, private und eben durch gemeinnützige Bauträger gedeckt werden. In Verbindung mit der Tatsache, dass Grund und Boden nicht vermehrbar sind, ist die Nachverdich- tung aus unserer Sicht die logische Folge, wobei sie alleine nicht den gesamten Bedarf decken kann. Individuelle Bedürfnisse berücksichtigen Im Zuge der geplanten thermischen Sanie- rung in der Wohnanlage Hauffgasse werden die BewohnerInnen bei Entscheidungen mit- einbezogen. Dadurch gewährleisten wir, dass sowohl bautechnische Notwendigkei- ten als auch individuelle Bedürfnisse berück- sichtigt werden. Die Sanierung wie die Erar- beitung eines E-Mobilitäts-Konzeptes sind Teil der EU-geförderten Stadt er neu erungs - initiative „Smarter Together – gemeinsam g’scheiter!“. Dieses von der EU in Leben gerufene Projekt wird in den Städten ? Bei der Sanierung der Großwohnanlage Hauff- gasse 37-47 setzt die BWSG viele smarte Lösungen um. Fo to s: S ta dt W ie n/ P ID /J ob st , „ S m ar te r T og et he r“ , W B S G Wilhelm Haberzettl ist Vorstandsvor- sitzender der BWS Gemeinnützige allge- meine Bau-, Wohn- und Siedlungs- genossenschaft reg. Gen.m.b.H. E-Auto-Verleih für die MieterInnen GelegenheitsnutzerInnen des E-Carsharings zahlen einen Euro pro Stunde plus zehn Cent pro Kilometer. Wer sich in der Aktivgruppe etwa als Fahrzeug patin/-pate oder als Ansprech person engagiert, kann die Fahrzeu- ge schon ab 50 Cent pro Stunde nutzen. 50 Cent Thema Nachverdichtung