WIEN NEU 78 ARBEITERKAMMER WIEN Tabelle 10: Bevölkerung in den Hamburger Bezirken Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig Holstein, 2014 Probleme und Diskussionen um die Bezirkseinteilung werden in den Schulungsunterlagen für neue Mitglieder der Bezirksversammlung (2014, S. 12) folgendermaßen zusammengefasst: ? Inhomogene Verteilung von Fläche und Bevölkerung ? Aufteilung stammt aus den Jahren 1949/1951 ? In den 70er Jahren hat es eine konkrete Planung für ein achtes Bezirksamt gegeben ? Im Rahmen der Bezirksverwaltungsreform 2006 hat es die Idee für 17 und mehr Bezirksäm- ter gegeben ? Es waren lediglich mittlere Korrekturen durchsetzbar ? Vereine und Parteien oft gegen grundsätzliche Neugliederung 4.2.2 Verwaltungs- und Kompetenzstruktur Die Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg vom 6. Juni 1952, zuletzt geändert am 3. Juli 2012 ist die Basis für die Kompetenzregelungen zwischen Gesamtstadt und Bezirken. Die Rolle der Bezirke wurde hier erst sehr spät verfassungsrechtlich verankert. Erst mit der Änderung der Verfas- sung vom 16. Oktober 2006 wurde im Artikel 4 Absatz 2 zum ersten Mal in der Hamburger Verfas- sung die Bezirke und Bezirksämter genannt, wodurch ihnen eine etwas größere rechtliche Bedeu- tung zuerkannt wurde: Artikel 4 (2): Durch Gesetz sind für Teilgebiete (Bezirke) Bezirksämter zu bilden, denen die selbstständige Erledigung übertragener Aufgaben obliegt. An der Aufgabenerledigung wir- ken die Bezirksversammlungen nach Maßgabe des Gesetzes mit. „Der Senat verfolgt mit dieser Reform (gemeint Verwaltungsreform) nicht das Ziel, den Haushalt weiter zu konsolidieren…..Mit dem Ziel die Hamburger Verwaltung strukturell für die Herausforde- rungen der nächsten 30 bis 40 Jahre neu aufzustellen, kommt auch auf die Bezirke ein erheblicher Veränderungsdruck zu. Dabei sind hergebrachte Verwaltungseinheiten zu hinterfragen, die ihren