Branchenreport.2016 ? 5 Gewinnausschüttungen: Gewinne werden in höherem Ausmaß ausgeschüttet Mehr als zwei Drittel (68,8%) der in den betrachteten Unternehmen erwirtschafteten Jahresüberschüsse des Bilanzjahrs 2015 werden in weiterer Folge an die EigentümerInnen ausgeschüttet. Dies ist eine Steigerung gegenüber 2014 um 2,4 Prozentpunkte. Im Gesamten werden die betrachteten Unternehmen hochgerechnet zwischen 1,60 und 1,64 Mrd. Euro ausschütten. Stabilität und Reservenausstattung: Weiterhin auf gutem Niveau stabil Die Eigenkapitalausstattung der Metallindustrie kann im Branchendurchschnitt als sehr gut bezeichnet wer- den. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 39,89%, das sind 1,03 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Diese Stabilität ist auch gut verteilt, insbesondere das schwächste Quartal konnte sich verbessern. Investitionen: Merklicher Rückgang, ausgehend von hohem Niveau Das grundsätzlich recht hohe Investitionsniveau in der Metallindustrie wurde in den betrachteten Unterneh- men im Jahr 2015 sichtbar gesenkt. Allerdings weisen die Zahlen weiterhin auf Erweiterungsinvestitionen hin. Die Investitionen betragen 110% der Abschreibungen (2014: 137%). Auch der WIFO-Investitionstest sieht für 2015 Rückgänge der getätigten Investitionen in Höhe von 4,7%, für 2016 wird aber ein Anwachsen der Investi- tionen erwartet, das diesen Rückgang wieder kompensiert. Selbstfinanzierung: Gute Selbstfinanzierungsfähigkeit, niedrige Schuldentilgungsdauer In der Vergleichsgruppe des AK-Branchenmonitors ist die ordentliche Cash-Flow-Quote zum zweiten Mal in Folge gestiegen und liegt bei soliden 8,16%. Da gleichzeitig die Nettoverschuldung der Unternehmen gesunken ist, konnte auch die fiktive Schuldentilgungsdauer auf einen Wert von 3,55 Jahre reduziert (=verbessert) wer- den. Beschäftigung und Wertschöpfung: Pro-Kopf-Wertschöpfung steigt stärker als Pro-Kopf-Personalaufwand Die Beschäftigung in den Unternehmen der Metallindustrie ging 2015 um 1,3% zurück, in den ersten fünf Monaten 2016 wird allerdings eine kräftige Steigung gesehen. Der durchschnittliche ordentliche Personalauf- wand (ohne Abfertigungs- und Pensionsaufwendungen) beträgt im Jahr 2015 16,81% gemessen an der Be- triebsleistung. Dies ist eine geringfügige Steigerung von 0,19 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2014. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Beschäftigte/n beträgt im Jahr 68.312 Euro, das ist eine 1,68%ige Steigerung gegenüber 2014. Die Wertschöpfung pro Kopf beträgt 2015 110.460 Euro, das ist gegenüber 2014 ein Anstieg von 2,27%. Fast zwei Drittel der Unternehmen (62%) konnten die Wertschöpfung pro Kopf erhö- hen. Ausblick auf die Performance der börsennotierten Konzerne: Sehr differenziertes Bild für 2016 Der erste Einblick in die Geschäftsverläufe der börsennotierten Konzerne im Jahr 2016 ist sehr differenziert. Die KTM-Industries-Gruppe sowie Palfinger konnten ihre Umsätze und Gewinne im ersten Halbjahr 2016 deutlich steigern, AMAG und Andritz konnten trotz reduzierter Umsätze ihre Gewinne des Vorjahresvergleichszeit- raums übertreffen. RHI, Rosenbauer und die voestalpine mussten ihre Umsätze deutlich reduzieren und ver- zeichneten Gewinneinbußen, streben aber nach wie vor konstante Ergebnisse an. Bei Schoeller-Bleckmann haben sich die Umsatzerlöse um mehr als die Hälfte reduziert, die Ergebnisse rutschten ins Negative.