12 Institutionalismus“ (vgl. etwa Schmidt 2012, 2011) vor, diesen Bias zugunsten bestimmter Problemwahrnehmungen bzw. Lösungsvorschläge zentral auf institutionell sedimentierte Wissensbestände und eine entsprechend variierende Passfähigkeit politischer Ideen zurückzuführen. Im Zusammenhang mit der Frage nach der Dis-/Kontinuität von Entwicklungen im Bereich programmatischer Ideen (vgl. ebd.: 108ff.), wie sie hier zur Diskussion steht, ist dabei die Priorisierung passfähiger, weil mit den sedimentierten Wissensbeständen in Kontinuität stehender Konzepte von besonderer Bedeutung. Was schließlich die Frage der exogenen, also von außen auf den Prozess der Policy- Formierung einwirkenden Restriktionen betrifft, geht es um jene Selektivität politischer Institutionen, die – wie Claus Offe (2006 [1972]: 105) es formulierte – „die nicht-zufällige (d.h. systematische) Restriktion eines Möglichkeitsraumes“ bedingt. Dem zugrunde liegt die Überlegung, dass nicht für alle Sachthemen der Weg auf die politische Agenda bzw. an die Spitze politischer Prioritätenlisten gleichermaßen offen steht, sondern dass deren Chancen aufgrund eines Sets institutionalisierter Filterungs- und Ausschlussregeln variiert. Konkret hängen besagte Chancen von den Möglichkeiten des Zugangs zu bzw. der Kontrolle über Kapazitäten ab, die für verschiedene politische Kräfte bzw. die von diesen verfolgten Interessen, Strategien, Zeithorizonte usw. in jeweils spezifischer, nämlich „strategisch-selektiver“ (Jessop 2002: 40) Form ausgestaltet sind. Aus der IPA-Perspektive interessieren uns in diesem Zusammenhang in erster Linie „diskursive“ (ebd.: 93) bzw. „epistemische Selektivitäten“ (Brand/Vadrot 2013: 207ff.) im Sinne von in politische Institutionen eingeschriebenen Mechanismen, die spezifische Formen des Wissens, der Problemperzeption und der Narration gegenüber anderen präferieren (vgl. ebd.). (2.2) Methodische Grundlagen Was die Datenerhebung für die vorliegende Studie anbelangt, kamen in einem ersten Schritt Literatur- und Quellenrecherchen zur Anwendung, um die (internationale) Debatte zu alternativen Wohlstands- und Fortschrittsindikatoren sowie zu Strategien für deren institutionelle Verankerung aufzuarbeiten. Hinsichtlich der politischen Strategieanalysen relevanter AkteurInnen in Österreich wurden alsdann in einem zweiten Schritt leitfadengestützte ExpertInneninterviews eingesetzt. Die Auswertung der solcherart erhobenen Daten erfolgte mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse. Beim ExpertInneninterview handelt es sich um eine in der qualitativen Sozialforschung