27 Auswirkungen von Auslandsverlagerungen werden besonders negativ bewertet, Auswirkungen von Verschmelzungen/ Fusionen dagegen relativ moderat In ihrer Richtung treffen die abgefragten Items zu (durchwegs problembehafteten) Auswirkungen auf die meis- ten der erfassten Umstrukturierungsformen zu, sofern diese als wesentlich eingestuft wurden. Gravierende Reorganisationen sind somit aus Betriebsrats-Sicht vor allem jene, die faktisch oder zumindest potentiell nachteile f�r die Besch�ftigten nach sich ziehen � und so gut wie immer (84%) die Arbeitsbelastung erh�hen. In Tabelle 10 sind zugleich Unterschiede bei Auswirkungen nach bestimmten Umstrukturierungsmustern an- gef�hrt. Welche der (wiederum geb�ndelt dargestellten) Umstrukturierungsma�nahmen sind folglich in ihren Auswirkungen besonders �giftig� und welche demgegen�ber vergleichsweise moderat? Bezogen auf einzel- ne Auswirkungen zeigen sich ziemliche Unterschiede. So fallen etwa Antworten auf den Aspekt �R�ckgang der Produkt- oder Dienstleistungsqualit�t� anders aus, je nachdem, ob es um Outsourcing und/oder Verla- gerung geht (dann �berdurchschnittlich) oder um andere Ver�nderungen (dann unterdurchschnittlich). Wenig �berraschend ist ebenfalls, dass z.B. Verschmelzungen oder Fusionen auf Basis von realisierten Synergieef- fekten besonders h�ufig zu einer verbesserten Kostenstruktur und dementsprechend zu einer Steigerung der Unternehmensgewinne f�hren. Generell sind f�r Verschmelzungen bzw. f�r Unternehmensfusionen vergleichsweise positive (d.h. unter- durchschnittlich negative) Bewertungen aus BR-Sicht zu erkennen. Zwar ist dadurch so manche Abteilung geschlossen worden, doch neben einer verbesserten Kosten- und Gewinnstruktur scheinen bei Verschmel- zungen viele Auswirkungen auf Besch�ftigte (Betriebs vereinbarungen, Arbeitszeitregelungen, Flexibilisierung u.a.m.) sowie auch f�r Betriebsr�te selbst (Schw�chung der Mitbestimmung) relativ moderat zu bleiben. Be- sonders negativ in den Betriebsrats-Bewertungen steigen dagegen jene Ma�nahmen aus, die zu einer r�um- lichen Auslandsverlagerung von bislang an �sterreichischen Standort durchgef�hrten T�tigkeiten f�hren. Evi- denter Weise fallen dadurch Jobs oder ganze Abteilungen weg oder wird die Situation f�r die verbleibende Belegschaft unsicherer, weil ja auch noch andere Teile ins Ausland verlagert werden k�nnten. Abgeschw�cht trifft eine im Vergleich etwas negativere Bewertung als im Gesamtdurchschnitt auch auf Outsourcing im In- land zu: Hier wird vor allem der Qualit�tsverlust beklagt, wenn die leistung aus Kostengr�nden nicht mehr �inhouse� oder von der Kernbelegschaft erbracht wird. Kaum Auff�lligkeiten gegen�ber dem Gesamtdurchschnitt der Bewertungen zu den Auswirkungen zeigen sich f�r unternehmensinterne Umstrukturierungen (nicht zuletzt deshalb, weil diese mit 32% der nennungen gleichsam das gr��te Gewicht haben und insofern den Durchschnitt stark pr�gen). Auch Ausgliederungen und Verlagerungen zwischen �sterreichischen Standorten innerhalb von Unternehmensgeflechten zeigen kaum Abweichungen vom Gesamtdurchschnitt. Ein gut nachvollziehbarer �Ausrei�er� sind bei diesen Um- strukturierungsmustern Aspekte wie die Ver�nderung der KV-Zugeh�rigkeit � denn deshalb wurde so manche Ausgliederung ja durchgef�hrt. Vergleicht man die Aussagen zu den Auswirkungen der gravierendsten Umstrukturierung nach Unterneh- menstyp, so zeigen sich zumeist �hnliche Muster mit wenigen �Ausrei�ern�. Das ist auch ein Beleg daf�r, dass die Auswirkungen von �gravierenden� Umstrukturierungen eher von der konkreten Umstrukturierungs- ma�nahme als von allgemeinen Unternehmensmerkmalen abh�ngen. Dennoch gibt es da und dort Abwei- chungen: Befragte aus inl�ndischen Konzernen stimmen �berdurchschnittlich oft der Aussage zu, die gravie- rendste Umstrukturierung habe zu einer Verschlechterung der Produkt- bzw. Dienstleistungsqualit�t gef�hrt.