Mitbestimmung im Unternehmen – die Sicht des Managements 16 3. MITBESTIMMUNG IM UNTERNEHMEN – DIE SICHT DES MANAGEMENTS Wie ist nun in den Unternehmen die Mitbestimmung gestaltet? Im Folgenden sind die VertreterInnen des Managements am Wort. Ihnen wurden detaillierte Fragen zu diesem Thema gestellt. Nach der Frage, ob es in ihrem Unternehmen einen Betriebsrat gibt, wurde denjenigen, die dies bejaht hatten, eine Reihe von Aussagen zur Einschätzung des Betriebsrates und des Einflusses seiner Arbeit im Unternehmen vorgelegt. Die Ergebnisse dieser Fragen werden im Folgenden dargestellt. In einem nächsten Schritt wird berichtet, in welche Formen der Mitwirkung die Arbeit- nehmerInnen direkt eingebunden sind. Für die Analyse wurde ausgewertet, ob diese Form der direkten Einbindung in Betrieben mit Betriebsrat geringer oder stärker ausgeprägt ist oder ob sich hier keine Unterschiede feststellen lassen. Abschließend wird dargestellt, wie ManagerInnen die Situation des Unternehmens und deren Veränderung einschätzen. Zusammenfassung der Ergebnisse Einschätzung der Mitbestimmung des Betriebsrates ? Die Zustimmung zur Aussage: „Dem Betriebsrat kann vertraut werden“ ist mit 95 Prozent sehr hoch. ? Für 92 Prozent der ManagerInnen führt die Einbindung des Betriebsrates zu mehr Engagement der MitarbeiterInnen. ? Etwas schwächer ist die Zustimmung zur Aussage, dass der Betriebsrat dazu bei- trägt, die Arbeitsleistung zu verbessern, mit 86 Prozent. ? Die Einschätzung, die Einbindung des Betriebsrates führe zu Verzögerungen, tei- len 20 Prozent. ? Lieber direkt mit MitarbeiterInnen beraten sich 65 Prozent der ManagerInnen. Formen der direkten Mitwirkung der ArbeitnehmerInnen ? Regelmäßige Treffen mit den direkten Vorgesetzten gibt es in nahezu allen (93 Prozent) Betrieben. ? Ebenfalls sehr weit verbreitet ist die Informationsübermittlung durch Newsletter, Websites etc. (90 Prozent). ? Von deutlich mehr als der Hälfte der Betriebe umgesetzt werden auch folgende Maßnahmen: Regelmäßige Treffen mit ad hoc Arbeitsgruppen, MitarbeiterInnen- befragungen, Treffen mit allen MitarbeiterInnen und ein betriebliches Vorschlags- wesen. ? Nur wenig verbreitet waren zum Zeitpunkt der Befragung Social Media und andere neue Formen der Kommunikation.