Seite 1 MitbestiMMung 4.0 Michael Heiling, Silvia Hruska-Frank, Heinz Leitsm�ller, Hannes Schneller Dezember 2016 Das Wichtigste auf einen Blick ? Debatten �ber die Digitalisierung, �ber Industrie und Wirtschaft 4.0 m�ssen unter Einbeziehung der inner- und �berbetrieblichen Vertretungs- strukturen gef�hrt werden. ? Diese Debatten m�ssen auch Anforderungen an die Weiterentwicklung des kollektiven Arbeits- rechts thematisieren. Wenn st�ndig �ber Moder- nisierung und Innovation gesprochen wird, sollten diese auch hier nicht Halt machen. ? Im Bereich des betrieblichen Datenschutzes, der Arbeitsgesundheit, der Ausgestaltung von (neu- en) Arbeitsvertr�gen, im Bereich des digitalen und mobilen Arbeitens stellt die Digitalisierung von Wirtschaft und Arbeit die Vertretungsk�rperschaf- ten vor gro�e Herausforderungen und Verantwor- tungen. Sie gibt diesen aber auch ein wesentliches Handwerkzeug mit. Um dieses handhaben zu k�nnen, braucht es ausreichend Ressourcen f�r Besch�ftigtenvertreterInnen. ? Unabh�ngig davon machen Trends und Entwick- lungen in der betrieblichen Organisationspraxis, die durch eine verst�rkte digitale Entwicklung un- ter Umst�nden noch weiter dynamisiert werden, eine Weiterentwicklung bzw. Anpassung der Mitbestimmungsinstrumente notwendig. Worum es geht Die Rahmenbedingungen der Wirtschaft, insbe- sondere aber viele Arbeitsbedingungen, haben sich seit Inkrafttreten des Arbeitsverfassungs- gesetzes (ArbVG) und seit der gesetzlichen Veran- kerung der Aufsichtsrats-Mitbestimmung stetig und auch tiefgreifend ver�ndert. Derzeit wird gar von einer neuen Qualit�t einer industriellen Revolution unter dem Stichwort �Industrie 4.0� gesprochen. Bereits jetzt sind Trends in der betrieblichen und �berbetrieblichen Praxis zu erkennen, die jedenfalls das Potenzial haben, durch die fortschreitende Di- gitalisierung von Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft weiter verst�rkt zu werden. Es gilt einerseits die bestehenden Mitbestim- mungsm�glichkeiten zu nutzen und Beleg- schaftsvertreterInnen mit den entsprechenden Ressourcen auszur�sten. Debatten �ber die Digi- talisierung und Modernisierung der Arbeitswelt und der Wirtschaft d�rfen nicht einseitig aus Perspekti- ve der ArbeitgeberInnen diskutiert werden sondern brauchen eine faire und ad�quate Einbeziehung jener Menschen, die die Auswirkungen massiv betreffen werden: der ArbeitnehmerInnen und ih- rer VertreterInnen. Dazu braucht es entsprechende Handwerkzeuge und somit eine Weiterentwicklung des kollektiven Arbeitsrechts. AK Policy PAPer