In unserer aktuellen Ausgabe gehen wir diesmal der Frage nach, welche Informationen wir als VerbraucherInnen beim Kauf eines neuen Pkw über seine Treibstoffeffizienz und damit Klimaverträglichkeit bekommen müssen oder könnten. Diese von Autoherstellern ausgewiesenen Daten gehören zu wichtigen Entscheidungsparametern bei Kaufentscheidungen. Sie bildet aber auch den Ausgangspunkt für steuerliche Regelungen in Österreich (z.B. Normverbrauchsangabe „NOVA“ und Firmenauto zur Privatnutzung). Eins sei hier gleich vorweggenommen: die Anforderungen und die Qualität dieser CO2-Kennzeichnung stammen wirklich „aus dem letzten Jahrhun- dert“! Seit 1994 gibt die EU-Richtlinie 1999/94/EG unverändert den Rahmen für die Umweltinformation ab. Seitdem hat sich aber viel verändert: z.B. Manipulation und Tricksereien der Autohersteller im Prüflabor, Einführung neuer Prüfzyklen, alternativ betriebene Fahrzeuge, Werbung in digitalen Me- dien etc. Barbara Schodl vom österreichischen Umweltbundesamt hat sich für uns dieser Thematik angenommen und die wesentlichen Schwächen dieser In- formation herausgearbeitet. Weil wir glauben, dass VerbraucherInnen mög- lichst kompakte Informationen beim Kauf erhalten sollen, wollen wir das in die öffentliche Debatte in Österreich und der EU einbringen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine erhellende und hoffentlich interessante Lek- türe. Die Redaktion 2 3 3 4 6 6 7 7 Fakten und Positionen Nr 03 | September 2018