77 DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE IM ÜBERBLICK Andreas Schober und Manfred Füllsack ? Der vorliegende Beitrag versucht, im Rahmen einer Analyse von Online-Stellenanzeigen des Arbeitsmarktservice den Anteil der durch Automatisierung gefährdeten Berufe in Österreich abzuschätzen ? Dabei zeigt sich, dass das Automatisierungspotenzial für Lehrstellen geringer ist als für Stel- len, die einen Lehrabschluss erfordern ? Der Anteil an Stellen mit einem hohen Automatisierungspotenzial liegt in Österreich im ers- ten Halbjahr 2017 nach den getätigten Berechnungen bei knapp 11 % ? Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Regionen: Während Ober- und Niederöster- reich je Bezirk mit teilweise über 25 % hohe Automatisierungspotenziale aufweisen, liegen die Potenziale in Kärnten und Tirol im Bereich von 5–10 % Daniela Wurhofer, Thomas Meneweger, Verena Fuchsberger und Manfred Tscheligi ? Der Beitrag thematisiert Aspekte der Mensch-Maschine-Interaktion in zunehmend digitali- sierten und vernetzten industriellen Arbeitsumgebungen sowie darauf basierende Heraus- forderungen an die Gestaltung von Arbeit ? Zunehmend digitalisierte, automatisierte und vernetzte Arbeitsumgebungen prägen das Wohlbefinden der ArbeiterInnen maßgeblich ? Das Erleben von Arbeit in intelligenten Industrieumgebungen erstreckt sich vom Gefühl, Prozesse von Systemen in der Hand zu haben, bis hin zum Gefühl, sich den Vorgaben der Systeme komplett anpassen zu müssen ? Die Arbeit in intelligenten Industrieumgebungen reicht von monotonen und repetitiven Tä- tigkeiten, die zu Langeweile führen, bis hin zu komplexen Tätigkeiten, die Überforderung hervorrufen ? Benötigtes Wissen und Qualifikation der ArbeiterInnen kann einerseits gering sein, wenn z.  B. selbstlernende Systeme wenig bis keine menschliche Intervention benötigen, oder anderseits hoch, wenn der Mensch als Problemlöser und „Fehlerbeheber“ agiert ? Dementsprechend ist Arbeit mit wenig Entscheidungs- und Handlungsspielraum oft mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden, während Arbeit mit hoher Verantwortung oft mit Überforderung und Stress einhergeht ? Bei der Gestaltung von Technologien und Arbeit sollten Erlebens-Aspekte wie ein adäqua- tes Gefühl der Kontrolle, individuell optimierte Auslastung, Verfügbarkeit von individuell be- nötigtem Wissen oder ausreichende Involvierung und Verantwortung adressiert werden